Posts mit dem Label Studio Rose werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Studio Rose werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

11/18/2017

Luxus auf dem Lande

Das Leben ist ungerecht, aber nicht immer zu unseren Ungunsten. Wir dürfen uns schon glücklich schätzen, dass wir an einem so schönen Fleckchen der Erde leben. Viele hier sind sicher dankbar, dass sie am Ammersee sind, und nicht nach Kabul, Harare oder Gelsenkirchen verschlagen wurden.

Die soziale Frage

Diese Ungerechtigkeit, dass es einige besser und viele schlechter erwischen, hat den russischen Schriftsteller Leo Tolstoi stark beschäftigt. Selber stammte er aus einer wohlhabenden Adelsfamilie. Nach ausgedehnten Reisen und Jahren in Moskau und St. Petersburg, verbrachte er das Ende seines Lebens auf dem Land, im Familiengut Jasnaja Poljana.
SUV am AmmerseeDie feudalen Zustände im zaristischen Rußland fand er unerträglich. Er spürte, dass sich eine Revolution anbahnte. Den kommunistischen Ideen konnte er allerdings nichts abgewinnen. Er wandte sich einem mystischen Christentum zu, sah die Lösung in Nächstenliebe und Askese.
Gegen Ende seines Lebens wurde Tolstoi von verschiedenen Seiten bedrängt. Von seiner Ehefrau Sofia, die das Erbe ihres Mannes von der Familie betreut sehen wollte; Von seinem Verehrer Wladimir Tschertkow, der aus Tolstoi's Gedanken die Lehre des Tolstojanismus entwickelte; Von seinem jungen Privatsekräter Walentin Bulgakow, der sich von Tschertkow's dogmatischen Ansichten immer mehr abgestoßen fühlte (und den Selbstmord von Sofia verhinderte); Von Zar Nikolaus II., der in ihm einen gefährlichen Umstürzler sah.
Dieses turbulente letzte Lebensjahr Tolstoi's zeigt der Spielfilm "Ein russischer Sommer", der am 19. November im Studio Rose zu sehen ist. Helen Mirren und Paul Giamatti spielen mit, zwei Schauspieler, denen man immer gerne zuschaut.

Ein russischer Sommer

19. November 2017, 18:00 Uhr
Studio Rose
Bahnhofstrasse
Schondorf am Ammersee

Wird das Leben unbezahlbar?

Über die Kluft zwischen Arm und Reich diskutiert auch der Stammtisch der Uttinger CSU am 28. November im Kramerhof, Riederau. "Können wir uns in Zukunft das Leben am Ammersee noch leisten?" fragen die Landtagsabgeordnten Eberhard Rotter und Alex Dorow, die Gemeinderäte Andreas Streicher (Utting) und Rainer Jünger (Schondorf), und Tobias Schürer vom gleichnamigen Autohaus in Dießen.

Keine Spendensammlung

Der Titel könnte missverständlich sein. Es geht nicht darum, dass sich die fünf Sorgen um ihren Lebensstandard machen, und an diesem Abend Spenden sammeln. Mit "wir" sind ganz allgemein die Menschen am Ammersee gemeint. Oder besser gesagt die Menschen, die keinen eigenen Grund und Boden besitzen. Wer hier Immobilien hat, der kann sich das Leben am Ammersee locker leisten. Er freut sich über Wertsteigerung und sprudelnde Mieteinnahmen.
Schwierig wird es für jene, die zur Miete wohnen und nur über ein kleines oder mittleres Einkommen verfügen. Was kann die Politik tun, damit auch für solche Menschen das Leben hier bezahlbar bleibt?

KommWFP und SoBoN

Da es sich um eine Veranstaltung der CSU handelt, wird man vermutlich das hohe Lied auf das KommWFP hören, das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm der bayerischen Staatsregierung. Vielleicht kommen aber auch andere Konzepte zur Sprache, wie die sozialgerechte Bodennutzung (SoBoN), oder genossenschaftliche Wohnprojekte. Mit Eberhard Rotter sitzt jedenfalls ein kompetenter Mann am Tisch, denn er ist Leiter der CSU-Arbeitsgruppe Wohnungs- und Städtebau.

Können wir uns in Zukunft das Leben am Ammersee noch leisten?

28. November, 19:30 Uhr
Kramerhof
Ringstraße 4
Riederau/Dießen

10/25/2017

Video: Musik und Tanz im Studio Rose

Auf die Eröffnung der Ausstellung von Lea Jade im Studio Rose hatte ich mich sehr gefreut (siehe Die Bewegung der Farbe der Töne) und ich wurde nicht enttäuscht. Ihr gemeinsamer Auftritt mit dem Tänzer Ugur Uzaroglu war ein eindrucksvolles Erlebnis. Ich habe versucht, etwas davon in einem Video einzufangen.
 

Aus Noten werden Bilder

Wie die Kunsthistorikerin Katrin Bach in ihrer Einführung detailliert erläuterte, ist Lea Jade Synästhetikerin. Farben rufen bei ihr automatisch Klänge ins Bewußtsein, und andersherum kann sie auch Töne als Farben wahrnehmen. Sie nutzt diese Begabung als Komponistin und als Malerin.
Mir persönlich ist es völlig egal, ob ein Kunstwerk von einem Synästhetiker, Astrophysiker oder Peripatetiker geschaffen wurde. Wichtig ist mir, welche Emotionen es in mir weckt. Lea Jade's Bildern gelingt die angestrebte Synthese von Licht und Klang. Die dichten, mehrfach geschichteten Temperafarben lösen bei mir musikalische Assoziationen aus, lassen mich an Rythmus und Melodie denken.
Eines dieser Bilder basiert auf dem Stück "Les Ondes Orientales" von Dhafer Youssef. Den Entstehungsprozess kann man in diesem Video verfolgen: https://youtu.be/Ps64egI2ji8

Orientalische Wellen

Bei der Eröffnung im Studio Rose übersetze Ugur Uzaroglu diese "orientalischen Wellen" in Bewegung. Sein Tanz wirkte in jedem Moment spontan und impulsiv. Trotzdem passte er so haargenau zu den Stimmungen der Musik, als hätte er es monatelang einstudiert.
Für ihn sei dieser Abend eine Premiere gewesen, erzählte mir der junge Tänzer später. Er habe zwar schon früher mit Lea Jade gearbeitet, aber noch nie ein 13 Minuten langes Stück als Improvisation getanzt.

Wie malt man Stille?

Am Ende spielte Lea Jade noch am Flügel eine Eigenkomposition zu ihrem Bild "Silence". Ich hätte gedacht, dass die Umsetzung von Stille ein hauptsächlich weißes oder ein größtenteils schwarzes Bild wäre. Im Gegenteil ist aber "Silence" eines der buntesten Bilder der Ausstellung. Erstaunlicherweise passt es aber trotzdem (oder deshalb?) zum Thema "Stille".
Es tut mir leid, dass die Qualität des Videos, speziell beim Auftriit von Ugur, recht mäßig ist. Das liegt daran, dass für den Tanz stimmungsvoll das Licht gedämpft wurde. Ich habe aber gesehen, dass die Performance auch mit einer professionellen Kamera aufgenommen wurde. Sobald dieses Video online gestellt wird, werde ich es hier verlinken.

Die Ausstellung im Studio Rose ist noch dieses Wochenende (28./29. Oktober) geöffnet. 

10/18/2017

Die Bewegung der Farbe der Töne

Tanz, Musik und Malerei sind ja eigentlich grundverschiedene Kunstformen. Die ersteren leben ganz im Moment der Wahrnehmung, die Malerei dagegen gibt (und fordert) lange Zeit der Betrachtung. Eine Ausstellung im Schondorfer Studio Rose bringt nun alle drei zusammen.

Klang, Rythmus, Stille

Lea Jade im Studio Rose am Ammersee
Photo © Lea Jade
Bei Lea Jade gehen Malerei und Musik immer schon Hand in Hand. Sie hat die natürliche Begabung, Klänge und Rythmen als Farben zu sehen. Sie ist, wie der entsprechende Fachausdruck heißt, Synästhetikerin. Von daher ist es nur folgerichtig, dass sie sich beiden Kunstformen gleichermaßen widmet.
Die studierte Musikwissenschaftlerin veröffentlicht seit 2003 regelmäßig eigene Kompositionen und hat auch schon eine CD herausgebracht. Heuer hat sie ihre kompositorischen Fähigkeiten in einer Masterclass beim Oscar- und Grammy-Gewinner Hans Zimmer weiter verfeinert.
Als Malerin lässt sie aus den Klangfarben der Musik Farbklänge auf Leinwand entstehen. Im Studio Rose zeigt sie nun ihre großformatigen Bilder, die Jazz, elektronische und klassische Musik in visuelle Eindrücke übersetzen.

Bilder in Bewegung

Performance mit Ugur Uzaroglu und Lea Jade
Photo © Ugur Uzaroglu
Zur Vernissage am 20. Oktober bringt sie einen Künstler mit an den Ammersee, der Musik auf andere Art umsetzt, nämlich durch Bewegung. Ugur Uzaroglu hat seine Wurzeln im Streetstyle, war aber auch schon im Fernsehen bei "Got to dance" zu bewundern.
Sein Herz gehört, wenn ich mir seinen YouTube Kanal anschaue, eindeutig dem Hip Hop. Damit bringt er sicher frischen Wind ins Studio Rose.
Da bin ich schon gespannt darauf, wie er die auf Jazz und klassischer Musik basierenden Arbeiten von Lea Jade im Tanz interpretieren wird.

Klang – Rythmus – Stille

Bilder von Lea Jade
Vernissage; 20. 10. 2017, 19:00 Uhr
Ausstellung: 21./22. und 28./29. 10. 2017, jeweils 12:00 bis 18:00 Uhr
Studio Rose
Bahnhofstraße 35
Schondorf am Ammersee

6/21/2017

Vierundzwanzig

Erinnert sich noch jemand an die Fernsehserie "24"? Der Geheimagent Jack Bauer jagte in jeder Staffel 24 Stunden lang atemlos von einem Abenteuer zum nächsten. Der 24. Juni ist in Schondorf auch so ein Tag für pausenlose Unternehmungen.

Das Atelier von Katharina Ranftl in Schondorf am Ammersee

Pausenlose Action

Die Serie "24" zeigte in Echtzeit 24 Stunden im Leben des Anti-Terror-Spezialisten Jack Bauer (gespielt von Kiefer Sutherland). Der hetzte dabei pausenlos zwischen Verfolgungsjagden, Verhören und Schießereien hin und her. Er hatte kaum Zeit zum Luft holen, geschweige denn einmal auf die Toilette zu gehen. Seine Rastlosigkeit wurde so sprichwörtlich, dass im Englischen das Verb "jackbauering" aufkam.
Am 24. Juni kann man dieses Jack-Bauer-Gefühl in Schondorf nacherleben. Der Tag ist übervoll mit Veranstaltungen.

Gertraud Dankesreiter im Studio Rose

Los geht es ab 11:00 Uhr im Studio Rose, in der Schondorfer Bahnhofstasse 35. Hier zeigt die Malerin Gertraud Dankesreiter am Samstag und Sonntag neue Arbeiten unter dem Titel "über Wasser - unter Wasser". Wer am Samstag etwas länger frühstücken will, kann schon am Freitag zur Vernissage um 19:00 Uhr kommen.

Abschied vom Kleinatelier

Anschließend geht es quer über die Bahnhofstrasse zur Hausnummer 38. Ab 12:00 Uhr verabschiedet sich Katharina Ranftl mit einer Ausstellung aus dem kleinen Atelier in Schondorf. Die letze Gelegenheit, hier noch einmal ihre Montagsfiguren zu bewundern gibt es am 24. und 25. Juni, jeweils von 12:00 bis 18:00 Uhr.

Ammersee-West-Cup

Nun schnell die Bahnhofstrasse hinunter zum Ammersee, ins Strandbad Forster. Hier ist um 12:00 Uhr Start zum Ammersee-West-Cup. Bei dieser Regatta tritt alles an, was mit Rudern oder Paddeln fortbewegt wird. Das ist ein bisschen so, als würden am Nürburgring Formel 1 und Gokarts gegeneinander fahren. Trotzdem gab es letztes Jahr ein bis zur Ziellinie spannendes Duell zwischen Kajak und Ruder-Achter.

Landheim Auktion 

Vom Strandbad Forster ist es nur ein kurzer Weg entlang der Point zum Landheim Schondorf. Ab 15:30 Uhr kann man hier bei der "Auction of Promises" mitbieten.
Für einen guten Zweck versteigert das Landheim Schondorf Erzeugnisse aus den eigenen Werkstätten, aber auch Ferienaufenthalte, Sportkurse oder Essenseinladungen. Die Erlöse der Auktion gehen an die Afrikahilfe und Flüchtlingsarbeit Schondorf, und an die Organisation Jugend Rettet Iuventa.

Galaabend der Kreiskulturtage

Anschließend geht es ab nach Landsberg, wo um 18:00 Uhr die Auftaktveranstaltung zu den Kreiskulturtagen 2017 beginnt. Bei einem Galaabend im Stadttheater Landsberg wird der Kunstpreis des Landkreises an den Bildhauer Bert Praxenthaler überreicht. Außerdem gibt es ein buntes Programm mit einer Videoinstallation von "Dieselqueen" Vanessa Hafenbrädl und Jazz vom Trio Zahg.  

Am Sonntag Stadtradeln

Ausruhen am folgenden Sonntag geht leider auch nicht. Am 25. Juni ist um 9:30 am Schondorfer Bahnhof Treffpunkt für den Auftakt zum heurigen Stadtradeln. Die Tour führt nach Thaining. Hier treffen sich Teilnehmer aus allen Kommunen des Landkreises.

Bonusrunde Weilheim

Wer mit diesem Programm noch nicht ausgelastet ist, kann einen Abstecher in den Nachbarlandkreis machen. Bei der Kunstmesse Weilheim (23. - 25. 6., 11:00 - 20:00 Uhr) zeigen 52 Künstler das breite Spektrum ihres Schaffens. Das Schöne an dieser Produzentenausstellung ist, dass man mit den Künstlern persönlich über ihre Arbeit sprechen kann.
Da wird man dann wieder etwas ruhiger und sieht, dass das Leben nicht nur aus atemloser Hetzerei besteht. 

Nachtrag: Uttinger Ateliertage

Fast vergessen hätte ich jetzt die Uttinger Ateliertage, die ebenfalls am 24. 6. beginnen. 14 Künstler öffnen in Utting ihre Arbeitsräume für Kunstinteressierte. Ich finde das immer sehr schön, wenn man nicht nur die fertigen Werke sieht, sondern auch etwas zu Umfeld und Entstehung erfährt. Persönlich freue ich mich besonders auf Harry Sternberg (http://montestella.de/), der im Summerpark Photos zum Thema "Flucht & Vertreibung" ausstellt.
Ein Trost für alle, die das beim besten Willen nicht mehr im Tagesablauf des 24. unterbringen: Die Ateliers sind auch noch am 25. Juni und am 1. und 2. Juli geöffnet.

5/21/2017

Stelen im Studio

Das Studio Rose in Schondorf ist zur Zeit ausgesprochen aktiv. Eine Ausstellung folgt auf die nächste. Das ist eine prima Sache, denn damit bleibt dieser Ort das, was er schon zu Lebzeiten von Heinz Rose war: einer der Leuchttürme der Kunst am Ammersee.

Baumgedichte von Karl Witti

Der einzige Haken dabei ist, dass ich mit den Ausstellungsbesuchen kaum nachkomme, geschweige denn mit dem Schreiben darüber. Darum stand an dieser Stelle leider nichts über die sehr beeindruckenden Skizzen und Baumgedichte von Karl Witti. Wer die Ausstellung Anfang Mai nicht gesehen hat, hat wirklich etwas verpasst. Einen kleinen Eindruck bekommt man aber auf der Website des Künstlers: http://karl-witti.de/werkreihen/blattgedichte/
Mein Lieblingsmotiv war ein Bild zu dem Gedicht "Bäume" von Sarah Kirsch:
Früher sollen sie
Wälder gebildet haben und Vögel
Auch Libellen genannt kleine
Huhnähnliche Wesen die zu

Maike Orlob-Rothweiler
Stele vonMaike Orlob-Rothweiler
Photo © Studio Rose

Form & Farbe von Maike Orlob-Rothweiler

Die Ausstellung ist wie gesagt leider schon vorbei. Auch bei der Nächsten muß man sich schon wieder beeilen. Letzten Freitag war die Vernissage zu "Form & Farbe".
Maike Orlob-Rothweiler aus Türkenfeld zeigt zwei Facetten ihrer Arbeit. Zum Einen sind das mannshohe Keramikstelen, die mit Rebenasche glasiert sind. Übrigens hat Hildegard von Bingen Rebenasche als Mittel gegen Zahnfleischschwund empfohlen.
Der zweite Aspekt ihres Schaffens sind gestickte Bilder auf bedruckter Seide. Maike Orlob-Rothweiler ist ausgebildete Cellistin. Da überrascht es nicht, dass die Bilder alle etwas mit Musik, Rythmus und Harmonie zu tun haben.

Pause im Studio Rose

Danach gönnt sich das Studio Rose dann eine kleine Verschnaufpause. Eigentlich hätte es im Juli eine große Heinz-Rose-Ausstellung geben sollen. Die musste aber auf nächstes Jahr verschoben werden. Nächster Termin im Studio Rose ist deshalb erst am 18. August die Ausstellung mit Werken von Barbara und Martin Burger. 

Form & Farbe

Keramikstelen und Textilbilder von Maike Orlob-Rothweiler
20. - 28. Mai 2017, 
jeweils Samstags und Sonntags von 14:00 - 17:00 Uhr
Studio Rose
Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee

4/26/2017

Kreativität am Ammersee

Es gibt die Theorie, dass unser Osterfest auf die Verehrung der babylonischen Fruchtbarkeitsgöttin Ishtar zurückgehe, und darum die Fruchtbarkeitssymbole Ei und Hase eine so wichtige Rolle spielten. Wie dem auch sei, jedenfalls wurde mir in der Woche vor Ostern wieder einmal bewußt, wie fruchtbar der Ammersee für die Kreativität ist.

Der überraschende Erleuchthund

OstereiZwei Veranstaltungen zeigten wunderbar den Zauber von künstlerischer Fruchtbarkeit: Wie aus den gleichen Vorgehensweisen immer wieder Neues entsteht.
Menschen stellen andere Menschen dar, und wir sehen ihnen fasziniert dabei zu. Das Grundprinzip des Schauspiels hat sich in den letzten paar tausend Jahren nicht geändert. Trotzdem bringt es immer noch Überraschendes hervor. Das zeigte die Performance "Erleuchthund" des Theaterkollektivs ELLE in den Räumen der ehemaligen Gärtnerei Dumbsky in Schondorf.
Ich hatte vorher darüber spekuliert, was es damit wohl auf sich haben werde (Beitrag Erleuchthund). Die Aufführung selbst übertraf dann aber noch einmal meine blühenden Vorstellungen.

Berührend oder beklemmend?

Ich mag das Gesehene jetzt gar nicht rational analysieren. Solche intellektuelle Einordnung ist ja immer auch ein Schutzmechanismus gegen das Unbekannte. Das Fremde soll katalogisiert und damit handzahm gemacht werden. Der Erleuchthund war aber etwas, auf das ich mich bewusst gefühlsmäßig einlassen wollte. Einfach in mich selbst hineinhorchen, welche Stimmungen und Emotionen das bei mir auslöst.
Wahrscheinlich hat jeder Zuschauer die Geschehnisse anders wahrgenommen hat. Ich fand die einzelnen Stationen menschlich berührend, die Süddeutsche Zeitung dagegen schrieb von Geisterbahn und einer "beklemmenden Atmosphäre" (SZ: Wirres Zeug). Wie gesagt, jeder Besucher hat das anders erlebt.

Wie bei Tino Sehgal

In Gruppen zu je zehn Leuten ging es zuerst an eine schummrige Theke. Ein philosophierender Barkeeper schenkte Getränke aus und übergab dem Publikum Stirnleuchten. Die Aufführung im alten Gewächshaus fand nämlich im Dunkeln statt. Damit erinnerte mich der Erleuchthund an "This Variation" von Tino Sehgal in Kassel, wo die Besucher ebenfalls der Finsternis ausgesetzt waren.
Das Licht wurde also nicht von einer Regie zentral gesteuert, sondern erst die Lampen der Zuschauer hoben die einzelnen Stationen aus der Dunkelheit. Ich fand das einen witzigen Kommentar zur heute hochgepriesenen Schwarmintelligenz.  

Antworten sind Almosen

Laut Programmheft drehte sich die Aufführung um das Thema Sehnsucht, um die Sucht zu sehen. In mir selbst erweckten die Szenen eher Gedanken über die Suche nach Erleuchtung und Erkenntnis. Eine Suche, die manchmal witzig und manchmal traurig wirkte, immer aber bewegend und, ja, zu Herzen gehend.
Die einzelnen Figuren stellten dabei die Erwartungen jeweils konsequent auf den Kopf. Der Guru war ein nervender Pedant, der Sunnyboy in der Strandliege ausgesprochen unentspannt, und Goldmarie ein nervös scharrender Junkie, die gierig auf den nächsten Schuß Goldflitter wartete. Das kartenspielende Orakel beantwortete zwar Fragen, machte damit aber niemand schlauer. "Antworten sind Almosen," war vielleicht einer der Schlüsselsätze des Abends.
Seil das von der Decke hängt
Aus dem Programmheft zu Erleuchthund
Von der verführerischen Meerjungfrau wurden die Zuschauer am Ende nicht ins nasse Grab gelockt, sondern zum Aufbruch ermuntert. Geleitet wurden wir dabei von einer Art Zerberus, der sich aber von der Decke abseilte, statt aus der Unterwelt hervorzukriechen.
Er entließ das Publikum zu einer Irrfahrt im Kastenwagen, die an der Station Selbstfindung endete.

Selbstfindung mittels Handy

Hier musste nun jeder, angefeuert von drei Cheerleadern, aus lauter gleichartigen Boxen sein beim Eintritt abgegebenes Handy wieder finden. Das Auffinden des eigenen Telephons als Selbstfindung, das Smartphone als ultimative Verkörperung der eigenen Person - ein sehr charmanter Einfall.
Ich weiß nicht, ob manche Zuschauer am Ende erleuchtet waren, aber viele hatten ein freudiges Leuchten in ihren Augen.

Kultbilder einer erträumten Vergangenheit

Dieses freudige Leuchten sah ich dann auch zwei Tage später, schräg gegenüber im Studio Rose. Hier zeigte Andreas Kloker seine Elementarzeichnungen. Dabei malt er mit Wasser auf Schiefertafeln. Das Wasser verdunstet bereits während des Malens, so dass man nie ein fertiges Bild sieht, sondern immer den Prozess des Entstehens und Vergehens.
Andreas Kloker im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Photo © Rainer Jünger
Vielleicht weil in dieser Woche alle Feuilletons darüber geschrieben haben, musste ich an Damien Hirst's Ausstellung "Treasures from the Wreck of the Unbelievable" denken. Bei Kloker wie bei Hirst sehe ich Erinnerungen an eine erträumte Vergangenheit. Die Bilder wirkten für mich wie kultische Artefakte einer versunkenen Epoche, vielleicht Anrufungen der Göttin Ishtar. 
Andreas Kloker zeigt diese Elementarzeichnungen nun schon seit vielen Jahren (vom gehen und amen), und hat sie nur behutsam verändert und weiterentwickelt. Heuer gab es erstmals elektronische Musik zur Malerei. Zusammen mit dem kirchenartigen Raum des Studio Rose verstärkte sich dadurch noch der Eindruck einer sakralen Kunst.

Das Wunder der Fruchtbarkeit

Auch hier wieder das faszinierende Erlebnis, dass aus dem selben Verfahren jedesmal etwas Anderes entsteht. Wie ich schon eingangs geschrieben habe, ist das ja das Wunder der Fruchtbarkeit und des Erschaffens, der Kreativität: Dass aus dem gleichen Prozess immer wieder etwas Neues entsteht.
Ein Geschenk, für das die Menschen Ishtar – oder wem auch immer – dankbar sein dürfen.

3/13/2017

Ein lichter Raum

Die nächste Ausstellung im Schondorfer Studio Rose bringt drei bekannte Namen der Kunstszene an den Ammersee: Die Photographen Jürgen Oliver Blank, Reinhard Giebelhausen und Harry Sternberg präsentieren ihre Arbeiten unter dem Titel "Lichtraum".

Was wird an den Wänden zu sehen sein?
Drei erfolgreiche Künstler

Ich stelle die drei mal in umgekehrter alphabetischer Reihenfolge vor, sonst ist der arme Harry Sternberg immer der Letzte in der Reihe. Der Uttinger Photograph ist bekannt für ungewöhnliche Bildausschnitte, bei denen Farbe, Form und Textur fremd und gleichzeitig vertraut wirken. Letztes Jahr war er an der – wie ich hörte – sehr erfolgreichen Ausstellung "Zeiträume" der renommierten Galeristin Brigitte Henninger in München beteiligt.

Ein Photograph im WortRaum

Reinhard Giebelhausen aus Weilheim kennen sicher viele als originellen Kunstvermittler und -ermöglicher. Mit der Galerie auf Zeit bringt er Kunst an ungewöhnliche Orte, zum Beispiel in einen aufgelassenen Schuhladen.
Er ist aber auch selbst ein gefragter und vielseitger Künstler, ein Photograph, der im "WortRaum" zu Hause ist. Seine Photographien haben etwas sehr lyrisches, verbinden Bild und Text auf gleichermaßen hohem Niveau. Der erfolgreiche Photokünstler wurde beim Poeten-Wettstreit um den „Lyrikstier 2017" mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Director's Choice Award

Auch der Landkreis Starnberg ist vertreten. Jürgen Oliver Blank kommt aus Wörthsee und durfte letztes Jahr seine Arbeiten auf der Kunstmesse ARTMUC präsentieren. Das ist für sich schon eine Auszeichnung. Darüber hinaus wurde er dort auch mit dem Director's Choice Award geehrt.
Turgay Amac sagte über ihn, er arbeite mit der Kamera "als ob man sie beim Fotografieren falsch herum hielt, um das Unbewußte aufzunehme".

Eine selbstbewusste Präsentation

Es hat einen Grund warum ich die Erfolge der drei so sehr betone. Ich glaube, diese Anerkennung hat ihnen das Selbstbewußtsein gegeben, um mit ehernen Ausstellungskonventionen zu brechen. Der "Lichtraum" ist, nun ja ...anders. Lasst euch überraschen.

Aktualisiert 13. März

Hier endete mein ursprünglicher Beitrag, weil ich die Überraschung nicht verderben wollte. Mittlerweile ist die Ausstellung eröffnet, und die Katze aus dem Sack. Blank, Sternberg, Giebelhausen haben mit dem "Lichtraum" in der Tat einen ausgesprochen lichten Raum geschaffen: An drei Wänden hängt jeweils nur ein Bild. Das ist eine ausgesprochen mutige, selbstbewußte Präsentation.
Mir gefällt es sehr gut, weil man sich dadurch mit den einzelnen Werken viel intensiver auseinandersetzt. Wie der Bildhauer Bert Praxenthaler, Kunstpreisträger 2017 in Landsberg, kürzlich in einem Interview sagte: "Ich würde mir wünschen, dass die Leute nicht alles nur so im Vorbeigehen mitnehmen und sich lieber weniger, das dafür aber umso genauer anzuschauen."

Lichtraum - Blank. Sternberg. Giebelhausen. 

Studio Rose
Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee
Eröffnung: 10. 3. 2017, 19:00 Uhr
Ausstellung: 11./12. und 18./19. 3. 2017, jeweils 14.00 bis 18:00 Uhr
Ausstellung "Lichtraum" in Schondorf am Ammersee
Ein Panorama des Lichtraums


Ausstellung "Lichtraum" in Schondorf am Ammersee
Hoher Coolness-Faktor.
Könnte auch die neue Band von Michael Stipe sein


Ein einzelnes Bild lädt zur konzentrierten Betrachtung
("okulo" von Harry Sternberg)


Ein ganz entspannter Reinhard Giebelhausen


Die Kulturjournalistin Nuë Ammann in andächtiger Haltung

2/11/2017

Dö Dudel Dö

Ein Film über das Jodeln? Das klingt ja erst einmal nicht so prickelnd. Aber "Heimatklänge", den das Studio Rose am Sonntag, 12. Februar zeigt, eröffnet einen ganz frischen Blick auf diese alpenländische Gesangskunst.

Die Eiger-Nordwand

Vom Juchzen und andern Gesängen

Der Dokumentarfilm zeigt drei Musiker, die auf ganz unterschiedlichen Wegen zu den Heimatklängen gefunden haben.
Christian Zehnder gibt zu, dass er Jodeln scheiße fand. Erst nach einigen Umwegen über die Weltmusik kam er auf die Klänge seiner schweizer Heimat zurück. Noldi Alder dagegen stammt aus einer bekannten Musikerfamilie und spielte von klein auf zusammen mit den Alderbuebe traditionelle Volksmusik. Erika Stucky schließlich wuchs in Kalifornien auf, wollte angeblich Hula-Hula Tänzerin werden, landete aber schließlich in den Bergen des Wallis.
Zusammen machen die Drei mit dem Jodler ungefähr das, was Jimi Hendrix mit der Gitarre gemacht hat. Sie erweitern und verfremden die gewohnten Töne in ungeahnte Bereiche. Das geht in den Jazz, in die freie vokale Improvisation und in den mongolischen Obertongesang.
Der Film zeigt aufregende Seiten einer Musik, die sonst leider im Musikantenstadel versauert.

Heimatklänge

in der Reihe "Filme am Abend"
Studio Rose
Bahnhofstraße 35
Schondorf am Ammersee
12. februar 2017, 18:00 Uhr

Zur Einstimmung hier der Trailer zum Film.
(Falls der eingebettete Player nicht funktioniert, hier der Link zum Video auf YouTube)

11/23/2016

Skulpturale Architektur

Ab 25. November zeigt das Studio Rose in Schondorf am Ammersee Artchitekturen von Otto Scherer. Nein, ich habe mich nicht vertippt, es sind tatsächlich keine Architekturen, sondern Artchitekturen. Um das zu erklären, schlage ich jetzt mal einen Bogen von Pürgen über Kronstadt nach Paris und zurück zum Ammersee.

Metallskulptur von Otto Scherer
© Studio Rose

Der Einfluss von Constantin Brâncuși

Otto Scherer lebt und arbeitet seit 1991 in Pürgen. Aufgewachsen ist er aber im rumänischen Siebenbürgen, und ist damit ein Landsmann des 1876 geborenen Constantin Brâncuși. Dieser ging 1904 nach Paris und entwickelte sich zu einem der prägenden Bildhauer der frühen Moderne. Heute erzielen seine Werke auf Auktionen achtstellige Beträge.
Anlässlich einer Ausstellung von Otto Scherer in den USA schrieb der Kunstkritiker Mark Jenkins in der Washington Post: "Mit ihren glatten und glänzenden Formen beschwören Otto Scherer's Arbeiten die stromlinienförmigen Metallskulpturen seines Vorbilds Constantin Brâncuși."

Ideengeber für Modigliani und Foster

Brâncuși's  strenge, reduzierte Skulpturen inspirierten viele Künstler, unter anderem auch Claes Oldenburg, Donald Judd oder Amedeo Modigliani. Scherer ist also in bester Gesellschaft.
Der Einfluss von Constantin Brâncuși beschränkte sich aber nicht auf die Kunst, sondern reichte auch in die Architektur. Einerseits dehnte er seine eigenen Arbeiten ins architektonische aus (z.B. die 30 m hohe "Endlose Säule"), andererseits inspirierten seine Formen Gebäude von Norman Foster oder Jean Nouvel. Kunst und Architektur trifft sich zur Artchitektur, womit wir wieder bei der Ausstellung in Schondorf wären. Es wird interessant werden zu sehen, wie Scherer die Ideen seines Landsmannes umsetzt und weiterentwickelt.
Passenderweise wird kein Kunsthistoriker die Einführung sprrechen, sondern der bekannte Architekt Wolf-Eckart Lüps.

Artchitekturen

Skulpturen von Otto Scherer
Vernissage:  Freitag, 25. November 2016, 19:30 Uhr
Ausstellung: 26./27. November und 3./4. Dezember 2016
jeweils 11:00 - 18:00 Uhr
Studio Rose
Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee
www.studio-rose-schondorf.de

Eindrücke von der Vernissage

(Aktualisiert am 27. 11.)
Hier ein paar Photos aus der Ausstellung vom Eröffnungsabend.

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Wolf-Eckart Lüps (links) kommentierte die poetisch-
spöttischen Architekturphantasien von Otto Scherer (rechts)

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Laut Architekt Lüps könnte dieser Wolkenkratzer
tatsächlich realisiert werden

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Otto Scherer variiert das Thema Einfamilienhaus bis hin
zu einer Donald-Trump-artigen Version (im Hintergrund)

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Die Doppelhaushälfte konsequent weitergedacht zum
Achtelhaus-Achtel

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Selbstportrait mit der Skulptur "New York"

9/15/2016

Dann magst du mich in Fesseln schlagen...

Werd' ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!
Photo: Leopold Ploner
Schön hat Herr Goethe das gesagt, oder?  Ein Augenblick, der so schön ist, dass man dafür zugrunde gehen will. Das legt die Latte ganz schön hoch für die nächste Ausstellung im Studio Rose, für die das Motto "verweile doch" gewählt wurde.

Malerei, Photographie und Installation

In der Ausstellung sind neue Arbeiten von Hilde Seyboth und Johannes Simon zu sehen.
Hilde Seyboth – bekannt durch ihr "Luftboot" am Ammersee-Skulpturenweg – zeigt nicht nur Wolkenbilder, sondern installiert tatsächlich Wolken im Studio Rose (lasst euch überraschen).
Der bekannte Pressephotograph Jo Simon weiß, wie man magische Augenblicke mit der Kamera einfängt. Im Studio Rose zeigt er, dass er diese Momente auch mit dem Pinsel bannen kann, obwohl in seiner Arbeit laut eigener Aussage ein "Trotz gegen das Saubere" steckt.
Ausstellung im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Aussichten im Studio Rose:
Bewölkt, aber heiter.


"verweile doch"

Studio Rose
Bahnhofstraße 35
Schondorf am Ammersee
Vernissage: 16. September, 19 Uhr
Öffnungszeiten:
17. und 18. September 2016
24. und 25. September 2016
jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr

4/24/2016

Was diesem süßen Kätzchen passiert, wird dich sprachlos machen

Nanu, Katzenvideos im Schondorf-Blog? Das gab es doch bisher nicht? Richtig, das ist eine Weltpremiere und liegt an La Frascetta.
Warum das so ist, dazu muss ich ein bisschen ausholen.

3/23/2016

Die Klage

Die klagende Maria Magsalena
Isenheimer Altar (Detail)
Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass der Schondorfer Künstler Andreas Kloker vor Ostern seine Elementarbilder zeigt. Heuer steht die Veranstaltung im Studio Rose unter dem Motto "KAR".

2/16/2016

Photo-Graphie+Montage im Studio Rose

"Beach Installation" von Horst Esser www.esser-horst.de
"Beach Installation"
© Horst Esser, www.esser-horst.de
Endlich geht es wieder los mit den Veranstaltungen im Studio Rose.
Ab 19. Februar sind an zwei Wochenenden Arbeiten des Weilheimer Photokünstlers Horst Esser zu sehen.
"Photo-Graphie+Montage" meint Bilder, die mit verschiedenen Techniken entstehen, und zu kontrastreichen Kompositionen zusammengefügt werden. So wie in der nebenstehenden "Beach Installation", in der sich eine bedrohliche Metallwand in Schwarzweiß vor ein harmloses Strandpanorama schiebt.

6/03/2015

Konkurrenz für Gärtnerei Dumbsky?

Kirschblüte am Ammersee
Das Studio Rose in Schondorf entwickelt sich zu einem Kompetenzzentrum für Gartenbau. Erst vor kurzem hatte der Schondorfer Kreis den Rasenkünstler Wolfgang Niemeyer eingeladen (Querflöte und Rasenmäher).
Am 7. Juni gibt es nun um 12:00 Uhr eine Film-Matinee mit Charles Jencks' Garden of Cosmic Speculation.

5/03/2015

Querflöte und Rasenmäher

Rasen - Wolfgang Niemeyer
Die Überschrift klingt, als hätte mir die Autokorrektur meines Computers einen Streich gespielt.
Es ist aber tatsächlich so gemeint: "Querflöte und Rasenmäher". Diese Kombination war am Sonntag, 3. Mai im Studio Rose in Schondorf zu hören, wie man unten im Video sehen kann. 

4/08/2015

Impressionismus und Beatboxing

Georg Viktor Emmanuel, Sammersee Festival Schondorf am Ammersee
Dieses Wochenende bietet Schondorf wieder einmal Gelegenheit zu grenzüberschreitenden kulturellen Erfahrungen: Dub und Delacroix, Renoir und RC-505, die Refusés und Looping Earth.
Die Orte dafür sind das KuBa (Samstag 11. 4.) und das Studio Rose (Sonntag 12. 4.).

3/31/2015

vom gehen und amen

Gefälschte Elementarzeichnung
Ploner Elementarzeichnung: Wasser auf Polyethylen
Ich bin ein Fan von Andreas Kloker's Arbeiten, speziell seinen Elementarzeichnungen. Darum freue ich mich über die Gelegenheit, diese Mal-Performances am 1., 2. und 3. April im Studio Rose Schondorf erleben zu können.
Ich weiß nicht, was mich unter dem Titel "Vor Ostern - vom gehen und amen" erwartet.

2/22/2015

Die Welt anders sehen


Annunciata Foresti Malerei
(Bild © Annunciata Foresti)
Ab 27. Februar gibt es im Studio Rose Schondorf ein interessantes Zusammentreffen: Die Malerin Annunciata Foresti und die Photographen Jürgen Oliver Blank und Harry Sternberg zeigen gemeinsam Arbeiten zum Thema "Strukturen und Texturen".

Strukturen und Texturen

Die drei sind für mich – und ich hoffe, sie sind mir deswegen nicht böse – nicht so sehr Erschaffende, sondern eher Entdeckende.

12/18/2014

Bernardo Rossi erinnert mich an...

Anfang August zeigte das Studio Rose in Schondorf eine Gedächtnisausstellung mit Werken des Malers Bernardo Rossi (siehe: Wer war Bernardo Rossi?).
Mir hat die Ausstellung sehr gut gefallen. Rossi's Bilder in Pastelltönen sind zwar nicht abstrakt, aber immer etwas an der Wirklichkeit vorbei und darüber hinaus. Ein bisschen so, wie wenn man aufwacht und sich noch an die letzten Bilder eines Traums erinnert.

Das sieht doch aus wie...

Mich erinnerten die Arbeiten spontan an die Zeichnungen eines anderen Künstlers - mir viel nur der Name nicht mehr ein.
Ich erinnerte mich an ein Album das vermutlich "Feuer" betitelt war, und dass der Name irgendwie italienisch klang. Das ist für eine Suche mit Google allerdings etwas wenig. Deshalb hat es eine Weile gedauert, bis ich den Künstler gefunden habe: Lorenzo Mattotti.
Hier ist seine Website mit einigen Beispielen seiner Arbeit: www.mattotti.com
Nicht ganz so Rossi-ähnlich wie ich es in Erinnerung hatte, aber eine gewisse Verwandtschaft ist schon da, oder? 



11/25/2014

Abstrakte Malerei, Bayerischer Landtag und Elvis Presley

Dieter Klein Malerei
"Lass Dir Zeit"
(© Dieter Klein)
Das Studio Rose ist eine mit viel Engagement betriebene Galerie, die Schondorf immer wieder schöne Ausstellungen bringt. Eine grundseriöse Einrichtung. Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich einmal schreiben würde: "Studio Rose rockt".

Studio Rose rockt!

Am Freitag, 28. November um 19:00 Uhr ist die Vernissage zur Ausstellung mit Werken des Malers Dieter Klein.