Schondorf - Leben am Ammersee

Kultur, Politik, Freizeit und Veranstaltungen aus Schondorf und der Ammersee-Region.
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4/22/2018

4/22/2018

Was sein hätte können

Entwurf Wüstenrot
Siegreicher Entwurf von Wüstenrot Haus- und Städtebau

Ich bin kein Architekt. Das weiß ich zwar seit bald 60 Jahren, aber manchmal wird es mir deutlich bewusst. Zum Beispiel neulich, als ich mir im Schondorfer Rathaus die verschiedenen Pläne für die Bebauung des Prix-Geländes angeschaut habe.

3/10/2018

3/10/2018

Prix geht an Wüstenrot

Baustelle in Schondorf am Ammersee
Die Mitteilung kam eher lapidar am Ende der Gemeinderatssitzing vom 7. März. Unter dem Tagesordnungspunkt "Bericht aus der nichtöffentlichen Sitzung" wurde die Entscheidung beim Prix-Gelände verkündet. Unter den Bewerbern hat sich die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH durchgesetzt.

2/07/2018

2/07/2018

Es geht voran

Wohnbau in schondorf am Ammersee
Auch wenn offiziell nichts verlautbart wird, der Investorenwettbewerb um die Bebauung des ehemaligen Prix-Geländes in Schondorf scheint kurz vor einem Abschluss zu stehen. Möglicherweise wird sich der Gemeinderat noch diese Woche in nichtöffentlicher Sitzung für einen der Bewerber entscheiden.

8/23/2017

8/23/2017

Gleiches Baurecht für alle?

Ich hatte neulich in einem Beitrag darüber geschrieben (Zu Prix sage ich nix), dass die Vorgaben für den Investorenwettbewerb Prixgelände gelockert wurden. Bewerben können sich nun auch Interessenten, deren Vorschläge vom Bebauungsplan abweichen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto seltsamer finde ich diese Entscheidung.

Photo einer Baustelle

Wettbewerb oder Planvorgabe

Auf dem ehemaligen Werksgelände der Firma Prix in Schondorf soll ein Wohngebiet entstehen. Dazu hat die Gemeinde das Areal gekauft, die Hallen abgerissen und mittlerweile alle Altlasten entsorgt.
Nun gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, an so ein Projekt heranzugehen. Zum einen kann die Gemeinde einen Wettbewerb ausschreiben. Dann schaut man sich die eingehenden Entwürfe an und entscheidet sich für den, der den eigenen Vorstellungen am besten entspricht. Natürlich können dabei bestimmte Rahmenbedingungen vorgeben werden, z. B. eine festgelegte Anzahl von Wohnungen zu sozialverträglichen Preisen.
Die andere Möglichkeit ist, und dafür hat sich Schondorf entschieden, mit einem Bebauungsplan klar festzulegen, was auf dem Gelände wo gebaut werden darf. Es ist sicher müßig darüber zu streiten, welches Vorgehen besser ist. Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile, und die Entscheidung ist in Schondorf nun mal gefallen.
Ich persönlich finde es übrigens gut, dass die Gemeinde hier auf klare Vorgaben setzt. Wir sollten selbst entscheiden, wie unser Ort in Zukunft aussehen soll.

Bebauungsplan ja, aber ...

Mit der Entscheidung vom 9. August hat der Gemeinderat nun aber eine seltsame Mischform aus vorgegebenem Plan und Wettbewerb geschaffen. Es gibt zwar einen Bebauungsplan, aber den interessierten Investoren wird zugesichert, dass auch davon abweichende Entwürfe im Wettbewerb berücksichtigt werden: "Solange sich die Bebauungsvorschläge an die grundsätzliche Festlegung des Bebauungsplanentwurfs halten ... werden sie gleichberechtigt in die Auswertung aufgenommen."
Wie schon eingangs gesagt: Je mehr ich über diese Entscheidung nachdenke, desto seltsamer finde ich sie.
Normalerweise ist ja ein Bebauungsplan eine ziemlich strikte Vorgabe, und um Befreiungen von den Festsetzungen wird im Einzelfall heftig gerungen. Beim Prixgelände wird nun schon im Vorfeld signalisiert, dass man hier großzügig sein will. Das klingt für mich so ähnlich wie: Liebe Immobilieninvestoren, wir haben zwar einen Bebauungsplan, aber das müsst ihr nicht so eng sehen.

Zwei-Klassen-Baurecht

Ich frage mich, ob das nun in anderen Ortsbereichen von Schondorf auch so gehandhabt wird. Auch für das Gebiet Am Griesfeld wird ja gerade ein Bebauungsplan erstellt. Wird man den Bauherren dort ebenso großzügig entgegenkommen, oder entsteht hier ein Zwei-Klassen-Baurecht? Wird Großinvestoren in vorauseilendem Gehorsam eine flexible Auslegung zugesichert, während der normale Häuslebauer um eine etwas größere Terrasse oder Dachgaube zäh kämpfen muß?
Ich selber bin in Fragen des Baurechts ein Laie. Ich würde mich ehrlich freuen, wenn Leser, die etwas von der Sache verstehen, mir das erklären könnten.
Sind meine Bedenken berechtigt oder unbegründet?

8/16/2017

8/16/2017

Wie geht's dem Aal?

Der Aal, das ist der Spitzname für einen geplanten Gebäuderiegel im ehemaligen Prix-Gelände. Weil es kein gerader Riegel, sondern ein geschwungener Baukörper ist, haben ihn die Architekten VonMeierMohr in ihrer Planung den Aal genannt, und der Name hat sich inzwischen eingebürgert. 
Über die Fortschritte bei der Bebauung des ehemaligen Prix-Gelöändes in Schondorf habe ich schon länger nichts geschrieben. Die alten Fabrikshallen sind abgerissen, die Aufräumarbeiten gehen voran, aber sonst gab es wenig zu berichten. Jetzt informiert die Gemeinde Schondorf bei einer Veranstaltung über die Fortschritte beim Bebauungsplan.

Das ehemalige Werksgelände der Firma Prix am Ammersee

Bezahlbares Wohnen am Amersee

Die Gemeinde hat das ehemalige Werksgelände der Firma Prix gekauft, um hier Wohnungen zu errichten. Dabei sollen drei Ziele erreicht werden. Erstens soll zumindest auf einem Teil des Areals bezahlbarer Wohnraum entstehen, um ein bisschen den Preisdruck aus dem Immobilienmarkt zu nehmen. Zweitens soll die Bebauung zum Ortsbild passen, und schließlich möchte die Gemeinde bei dem Geschäft mit einer "schwarzen Null" aussteigen. 

Informationsveranstaltung "Prix-Gelände"

30. Mai 2017, 19:00 Uhr
Aula der Grundschule, Schulstrasse 13
Schondorf am Ammersee

8/13/2017

8/13/2017

Zu Prix sage ich nix

Was Architektur angeht, bin ich ein Laie. Das wird mir jedesmal klar, wenn ich vor einer Planzeichnung oder einem Modell stehe. Zur geplanten Bebauung des Prix-Geländes in Schondorf sage ich deshalb besser nichts. Ich mache mir nur ein paar Gedanken zum Ablauf der Planung.

Modell für Wohnbebauung am Ammersee
Eines der vom Wessobrunner Kreis präsentierten Modelle

Bebauungsplan und Alternativen

Für die Bebauung des ehemaligen Fabrikgeländes zwischen Bahn und Schulstraße hat die Gemeinde Schondorf den Entwurf eines Bebauungsplans erstellt (Link zum Entwurf). Dieser wurde im Gemeinderat nach vielfachen Erörterungen angenommen, und dient nun als Grundlage für den anstehenden Investorenwettbewerb. Ende Juli wurde aber die Diskussion um diesen Plan neu angestoßen.

Architekt & Investor

Unter dem Titel "Ziemlich beste Siedlung" präsentierte der Wessobrunner Kreis eigene Vorschläge für die Bebauung. Diese waren von Studenten der Hochschule Augsburg erstellt worden (siehe Visionen für den Wohnungsbau). "Solche Klötzchen-Modelle geben dem Laien leider einen völlig falschen Eindruck," erklärte mir ein Freund.  Recht hat er. Mich erinnerten die Modelle eher an Neuperlach als an den Ammersee, aber Architekten sehen das vielleicht anders.
Der Wessobrunner Kreis ist ein Verein von gut 130 Architekten und Architekturinteressierten, der sich für die Baukultur einsetzt. Anscheinend hatte der Verein in der Vergangenheit mehrfach versucht, die Gemeinde Schondorf von einem Kombiwettbewerb „Architekt&Investor“ zu überzeugen, dessen Ergebnisse von einer Fachjury bewertet werden sollten. Darauf habe die Gemeinde nicht reagiert, weshalb man nun mit der "Ziemlich besten Siedlung" an die Öffentlichkeit gegangen sei.

Wieviel Freiheit für die Investoren?

Jedenfalls war diese Präsentation Anlass, dass sich der Schondorfer Gemeinderat am 9. August erneut mit der Bebauungsplanung beschäftigte. Die Frage war, wieviel Spielraum den interessierten Investoren bei der Gestaltung gegeben werden sollte. Dabei gab es, quer durch die Parteilinien, zwei gegensätzliche Ansichten.
Manche Gemeinderäte möchten den vorliegenden Entwurf nur als lose Richtschnur sehen. Wenn man von vorneherein starr auf dem eigenen Plan beharrt, dann würden alternative, vielleicht bessere Vorschläge gar nicht erst in den Wettbewerb kommen. Investoren, die das Gelände nach eigenen Ideen bebauen wollen, würden abgeschreckt. So würden sich auch weniger Interessenten an dem Wettbewerb beteiligen, und die mangelnde Konkurrenz könnte am Ende zu einem schlechteren Ergebnis für die Gemeinde führen.

Ins Schondorfer Ortsbild einfügen

Demgegenüber pochen andere Gemeinderäte auf eine Einhaltung des vorliegenden Entwurfs. Gerade deshalb habe man diesen schließlich erstellen lassen, um architektonischem Wildwuchs vorzubeugen. Ein Investor habe nun einmal grundsätzlich das Interesse, den vorhandenen Platz maximal auszunutzen. Die Vorgaben des Plans dagegen sollen für eine nicht zu dichte Bebauung sorgen, die sich in das Ortsbild einfügt.
Am Ende einigte sich der Gemeinderat auf einen Kompromiss. Abweichungen vom Bebauungsplan sollen im Wettbewerb möglich sein, aber nur in engem Rahmen. Die interessierten Investoren müssen sich an die grundsätzlichen Festlegungen halten, also an die vorgegebene Geschoßanzahl, Dachneigung, die maximalen Wohneinheiten, das Maß der baulichen Nutzung, etc.
Ich bin mal gespannt, mit welchen Ideen die potenziellen Bauträger nun aufwarten werden.

8/12/2017

8/12/2017

Visionen für den Wohnungsbau

An der Bebauung des ehemaligen Industriegeländes der Firma Prix in Schondorf wird ja nun schon recht lange geplant. Das Konzept wurde im Gemeinderat mehrfach diskutiert, und die grundsätzliche Aufteilung beschlossen. Jetzt meldet sich der Wessobrunner Kreis zu Wort, und präsentiert Ideen für das Areal, die von Studierenden der Hochschule Augsburg entwickelt wurden.
(Aktualisierung 12. 8.: Mathias Rathke vom Wessobrunner Kreis hat einen ausführlichen Kommentar zu diesem Beitrag geschrieben. Dieser ist unten an den Text angehängt.)

Prixgelände in Schondorf
Das Prixgelände: Eine riesige Sandkiste für Architekten

Ziemlich beste Siedlung

Unter dem Titel "Ziemlich beste Siedlung" haben sich Studenten der Hochschule Augsburg Gedanken über die Bebauung des Geländes nahe dem Schondorfer Bahnhof gemacht. Diese Konzepte werden am Donnerstag, 27. Juli in Schondorf präsentiert. (Natürlich genau dann, wenn ich nicht da bin. Das ist sicher ein Komplott.)
Professor Rommel, der das Projekt leitete, stellt die Entwürfe vor. Anschließend diskutiert er mit Bürgermeister Herrmann, dem Architekten Sebastian Dellinger (Beer Bembé Dellinger) und Regierungsbaumeister Christoph Schreyer.

Diskussion ohne die Planer

Ich bin etwas überrascht, dass das Schondorfer Architekturbüro VonMeierMohr nicht mit dabei ist. Die Architekten arbeiten seit 2013 zusammen mit der Gemeinde an den Plänen für das Prixgelände. Sie hätten aus ihrer Erfahrung sicher interessante Aspekte beitragen und erklären können, wie sie ihr Konzept entwickelt haben. Das Projekt ist ja nicht ganz einfach.

Schwierige Rahmenbedingungen

Es geht nicht darum, einfach etwas "Hübsches" hinzustellen, sondern es müssen schwierige Rahmenbedingungen gelöst werden. Der Lärmschutz Richtung Osten zur Bahnlinie und zur Staatsstrasse ist eine Herausforderung. Planerisch schwierig ist auch die Verkehrsanbindung über die schmale Schulstrasse und den Bahnübergang, speziell weil hier auch die Deutsche Bahn ein Wörtchen mitzureden hat. Außerdem muss auf die Kosten geachtet werden. Mindestens ein Drittel soll bezahlbarer Wohnraum für Einheimische werden, damit sich auch Normalverdiener eine Wohnung am Ammersee leisten können. Natürlich soll sich die Bebauung möglichst ins Ortsbild einfügen, und schließlich will die Gemeinde bei dem ganzen Projekt mit einer schwarzen Null aussteigen.
Wie gesagt, da hätten die Planer Helgo von Meier und Stefan Mohr sicher aufschlussreiche Einblicke geben können.

Frische Ideen zu einem späten Zeitpunkt

Prinzipiell bin ich immer neugierig auf innovative Konzepte in der Architektur. Allerdings wundere ich mich hier über den Zeitpunkt der Präsentation. Die jetzige Planung ist nach vielen Sitzungen und etlichen Änderungen vom Gemeinderat abgesegnet. In Kürze soll die Ausschreibung für den Investorenwettbewerb veröffentlicht werden. Um jetzt die angekündigten "Alternativen zum Bebauungsplan" einzubringen, müsste man die Planung um etwa zwei Jahre zurückdrehen. Und das will in Schondorf vermutlich niemand.
Ich freue mich trotzdem auf die frischen Ideen der Augsburger Studenten, auch wenn sie für das Prixgelände wahrscheinlich etwas zu spät kommen.

Ziemlich beste Siedlung

Alternativen zum Bebauungsplan Prixgelände
27. 7. 2017, 19:00 Uhr
VR Bank Schondorf
Bahnhofstrasse 25
Schondorf am Ammersee

Kommentar von Mathias Rathke vom 12. August

(Wegen technischer Probleme konnten diese Anmerkungen nicht als Kommentar veröffentlicht werden. Ich habe sie deshalb wörtlich hier eingefügt.)

Mathias Rathke, 2. Vorsitzender des Wessobrunner Kreis: "Einige Punkte würde ich zu Ihrem Blog gerne ergänzen damit die Sicht vollständig wird.
Punkt 1: Diskussion ohne die Planer
Unsere Ausstellung handelte nicht vom Bebauungsplan. Es ging, wie der Titel des Plakates ausdrückt „Ziemlich beste Siedlung – Alternative zum Bebauungsplan“ um ein grundsätzlich anderes Verfahren.
Über den Bebauungsplan wurde von unserer Seite daher während der Veranstaltung kein Wort verloren. Die Architekten VonMaierMohr waren daher auch nicht in der Diskussionsrunde vorgesehen, sondern nur der Verantwortliche der Gemeinde, Herr Bürgermeister Herrmann.
Die Architekten waren natürlich auf anderem Wege persönlich zur Veranstaltung eingeladen, da sie beide Mitglieder des Wessobrunner Kreises sind und über Einladungen und Protokolle von allen unseren Beiratssitzungen Kenntnis haben.
Da Bürgermeister Herrmann unsere Einladung ausgeschlagen hat, der Fall für ihn erledigt ist, wie er uns sagte, habe ich die anwesenden Vertreter von Gemeinde und Planung Vorort eingeladen auf dem Podium an der Diskussion teil zu nehmen. Herr Mohr konnte sich nicht dazu entscheiden, „aufschlussreiche Einblicke“ zum Verfahren, wie Sie es in Ihrem Blog nennen, beizutragen.

Punkt 2: Frische Ideen zu einem späten Zeitpunkt
Zur Chronologie:
Vor 11 Jahren:
In der Ausstellung befindet sich ein städtebaulicher Entwurf mit Modell des Wessobrunner Kreis – Mitgliedes Sunder-Plassmann das vor 11 Jahren erstellt und der Gemeinde präsentiert wurde.
Die letzten 3 Jahre stand dieses Modell bei der Gemeinde – im Zimmer des Bürgermeisters.
Vor 3 Jahren:
Ich habe an die Gemeinde geschrieben, dass, angesichts der gewaltigen planerischen Aufgabe, der Wessobrunner Kreis mit seinen 132 Mitgliedern aus Architekten, Stadtplanern, Innenarchitekten, Landschaftsplanern und Handwerkern der Gemeinde beratend zur Seite stehen würde. Man hätte dort Erfahren können wie ein derartiges Verfahren sach- und fachgerecht bewältigt wird. Auf dieses Schreiben haben wir nie eine Antwort erhalten.
Die Architekten Lüps und Bürger, als Vertreter des Wessobrunner Kreises, hatten einen Termin beim Bürgermeister. Sie haben vorgeschlagen, zur Wahrung der gestalterischen Qualität, eine Fachjury zu gründen und einen Ideenwettbewerb aus zu loben.
Die Bemühungen blieben ohne Erfolg.

Vor 2,5 Jahren:
In einer Versammlung des Bundes der Selbstständigen, an der auch der Bürgermeister anwesend war, habe ich gefragt, warum man nicht externen Sachverstand zur Lösung der Aufgabe heranzieht. Antwort: wir schaffen das schon

Vor 1,5 Jahren:
Die Hochschule Augsburg hat mit Studenten das Prix-Gelände im Rahmen eines städtebaulichen Entwurfs überplant. Die planerischen Grundlageninformationen stammten von der Gemeinde. Nach Abschluss des Semesters wurde von Herrn Prof. Rommel angezeigt, dass man die Arbeiten in Schondorf ausstellen könnte. Auch hier: keine Antwort der Gemeinde.

Vor 1 Monat:
In der letzten Bürgerversammlung zum Bebauungsplan habe ich erneut gefragt wie man, neben allen juristischen- und sozialverträglichen Fragen sichern will, dass am Ende eine gestalterisch wertvolle, d.h. „schöne“ Siedlung entsteht.
Antwort : Erfahrungen hätten gezeigt, dass eine Jury aus Fachleuten nachweislich nicht zu besseren Ergebnissen führt. Die Gemeinde könne das auch so.

Wie sie sehen, gab es langjährige Bemühungen des Wessobrunner Kreises die Gemeinde von einem alternativen Verfahren zu überzeugen bei dem die Gestaltung im Vordergrund des Planungsprozesses steht. Denn in einigen Jahren werden wir und die Folge-generationen nur noch über das reden, was sichtbar vor uns steht – und das sollte ansehnlich sein. Unsere Bemühungen waren leider allesamt erfolglos.
Der Ausschreibung zum Investorenwettbewerb ist zu entnehmen, dass der gebotene Kaufpreis zu 55 % gewichtet wird und lediglich 25 % die Gestaltung der Siedlung, was unsere Bedenken bestätigt.
Daher haben wir beschlossen, bevor die Bagger rollen, in einer eigenen Veranstaltung an die Öffentlichkeit zu gehen.
Ich möchte hier nochmals darauf hinweisen, dass der Wessobrunner Kreis nicht gegen den Gemeinderat ist sondern für eine qualitätvolle Siedlung. Das wird von einigen offensichtlich nicht richtig verstanden.

Was fordern wir vom Wessobrunner Kreises seit Jahren:
1 – der Schwerpunkt bei der Wohnbebauung Prixgelände muss auf der städtebaulichen und architektonischen Gestaltung liegen. Hierzu ist ein städtebaulicher Ideenwettbewerb notwendig bei dem Entwerfer inkl. Investoren ihre Vorschläge einreichen können.
Im Anschluss daran kann aus dem Gewinnerentwurf ein Bebauungsplan erstellt werden.
2 – Der Verkaufspreis für das Gelände muss fixiert werden und von der Gestaltung entkoppelt werden – sonst wird der Verdacht im Raume stehen bleiben, dass derjenige den Zuschlag erhält der das höchste Preisangebot abgegeben hat.
3 – es muss eine unabhängige Fach-Jury aus Architekten, Städtebauern und Landschaftsplanern eingesetzt werden die über die Qualität der Gestaltung wachen.
"

10/30/2016

10/30/2016

Fortschritte bei den Fortgeschrittenen.

"Die Fortgeschrittenen" ist der Name einer Gruppe, die am Ammersee ein gemeinschaftliches Wohnprojekt verwirklichen will. Ich habe über dieses Projekt letztes Jahr schon einmal geschrieben (siehe Wohnen für Fortgeschrittene)
Bebauungsplan für den Campus Schondorf am Ammersee
Bebauungsplan Prix-Gelände

Gemeinschaftliches Wohnen am Ammersee

Die Fortgeschrittenen sind schon länger auf der Suche nach einem Grundstück, um ihr Projekt zu realisieren. Baugrundstücke sind am Ammersee bekanntlich knapp und dadurch sehr teuer.
Darum entstand schon vor einem Jahr die Idee, sich an der Entwicklung des ehemaligen Prix-Geländes in Schondorf zu beteiligen. Auf diesem früheren Industrieareal will die Gemeinde bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Plan für das Prix-Gelände

Nun ist diese Idee ein Stück weiter gereift, und die Fortgeschrittenen haben der Gemeinde einen konkreten Plan vorgelegt.
Die vollständige Präsentation kann man sich auf www.diefortgeschrittenen.de als Pdf herunterladen.
Konkret interessiert sich die Gruppe für den Grundstücksteil entlang der Bahnlinie. Hier ist im Bebauungsplan derzeit ein mehrgeschossiges, geschwungenes Gebäude vorgesehen, von den Planern vonMeierMohr liebevoll "der Aal" genannt.
Die Fortgeschrittenen sehen den Aal allerdings als "klotzigen Riegel" und möchten stattdessen einen gestaffelten 3-Geschossbau mit gemischten Dachformen, Gründachflächen, Balkonen und Übergängen. Gebaut werden soll er als modularer Holz-Hybridbau, wobei das erlaubte Baufenster nicht bis an die Grenzen ausgenutzt werden soll. Als Beispiele solcher Bauweise nennt die Präsentation unter anderem Häuser, die von den Architekten Kaden+Lager in Berlin errichtet wurden.

Bis zu 4600 m2

Idealerweise möchten Die Fortgeschrittenen das gesamte für den "Aal" vorgesehene Grundstück von rund 4600 m2 erwerben. Vorsichtshalber wurden aber auch zwei weitere Anträge gestellt, um zwei bzw. ein Drittel der Fläche zu bekommen.
Genutzt werden soll die Bebauung nicht nur von den Mitgliedern der Gruppe, sondern es soll auch bezahlbarer Wohnraum für Gemeindebürger und passende Gewerbeeinheiten entstehen. Laut Präsentation wäre das möglich, weil Die Fortgeschrittenen ohne die üblichen maximalen Rendite-Interessen investieren würden.

Chance für neue Wohnformen?

Ich kann die Chancen des Projekts schlecht beurteilen. Um das gemeinschaftliche, kostengünstige Wohnen zu ermöglichen, müsste auch die Gemeinde auf die übliche Gewinnmaximierung verzichten. Da stünde dann wahrscheinlich schnell der Vorwurf der Mauschelei im Raum, wenn einem Bauträger ein Grundstück unterhalb des gängigen Verkehrswertes verkauft wird.
Aktuell arbeitet die Gemeinde Schondorf ja an einer Ausschreibung für das Prix-Gelände, um dann auf die Suche nach Interessenten zu gehen. Für einen kommerziellen Bauträger ist es vermutlich attraktiver, wenn er das gesamte Grundstück entwickeln kann.
Andererseits ist der Streifen entlang Bahnlinie und Uttingerstraße nicht der attraktivste Teil des Geländes. Würden die Fortgeschrittenen hier ihr Projekt realisieren, hätten die dahinterliegenden Flächen zumindest einen Lärmschutz zur Straße hin.
Es wird interessant sein zu verfolgen, wie die Gemeinde mit diesem Angebot umgeht. 

9/15/2015

9/15/2015

No Country for Poor Men

Villa Schwarz in Schondorf am Ammersee
Mit dem Thema bezahlbares Wohnen hatte ich mich im Zusammenhang mit dem Prix-Gelände (bzw. Campus Schondorf) schon ein paar Mal beschäftigt.
Die Politik ist sich einig, dass Wohnen kein Luxus sein darf.
Wie gravierend ist das Problem in Schondorf und was will die Gemeinde unternehmen?

6/28/2015

6/28/2015

Wohnen für Fortgeschrittene

Alternatives Wohnmodell
Anders Wohnen
Die Bebauung des ehemaligen Prix-Geländes in Schondorf ist für die Gemeinde eine Herauforderung.
Aber so eine Fläche lädt natürlich auch zum Träumen ein: Könnte hier auch etwas Außergewöhnliches entstehen?
Etwas anderes als Doppelhäuser mit Giebeldach, vielleicht so, oder so oder so.

4/22/2015

4/22/2015

Campus Schondorf: Steigt ein Investor ein?

Baustelle in Schondorf am Ammersee
Die Planungen für die Bebauung des ehemaligen Prix-Geländes in Schondorf waren schon ein Stück vorangekommen, aber jetzt gibt es anscheinend eine Kehrtwende: Statt der Gemeinde soll ein Investor das neue Wohngebiet bauen.
Ob sich das mit dem ausgegebenen Ziel des "bezahlbaren Wohnens" vereinbaren lässt?

3/01/2015

3/01/2015

Wie familienfreundlich ist Schondorf?

Familienfreundliches SchondorfIn meinem Blog-Beitrag Bezahlbares Wohnen in Schondorf gibt es eine lebendige Diskussion darüber, wie viel bezahlbaren Wohnraum wir am Ort brauchen.
Richtig ist, dass Wohnungen und Häuser in Schondorf teuer sind. Richtig ist sicher auch, dass wir eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur möchten, und kein Millionärsghetto. Wir wollen verhindern, dass junge Menschen und Familien aus Schondorf abwandern, weil sie sich hier keine Wohnung leisten können.
Aber wie gravierend ist das Problem eigentlich?

2/18/2015

2/18/2015

Bezahlbares Wohnen in Schondorf

Schondorf: Noch Dorf oder bald Stadt?
Bleibt in Schondorf alles wie anno dazumal?
Bei der Gemeinderatssitzung am 11. Februar stellte Architekt Helgo von Meier (www.vonmeiermohr.de) erste Entwürfe für die Bebauung des Prix-Geländes vor. Das ist das Areal zwischen Schule, Bahnlinie, Schul- und Ringstrasse.
In diesem neuen Siedlungsgebiet mit dem schönen Namen 'Campus' soll bezahlbarer Wohnraum entstehen. Damit will die Gemeinde verhindern, dass junge Menschen und Familien aus Schondorf abwandern, weil sie sich hier keine Wohnung leisten können.

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