Schondorf - Leben am Ammersee

Kultur, Politik, Freizeit und Veranstaltungen aus Schondorf und der Ammersee-Region.
Posts mit dem Label Geschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Geschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2/03/2018

10/01/2017

10/01/2017

Raiders of the lost Tigerente

Alles begann mit dem überraschenden Anruf eines Bekannten. Ich würde mich doch am Ammersee so gut auskennen, da könnte ich ihm sicher etwas über das Leben von Janosch bei uns sagen. Ich viel aus allen Wolken. Noch nie hatte ich davon gehört, dass der Schöpfer der berühmten Tigerente einmal am Ammersee gewohnt hat.

Janosch Tigerente enstand am Ammersee
© Janosch film & medien AG

Janosch am Ammersee

Also fing ich an im Internet zu recherchieren. Dabei fand ich tatsächlich einige Hinweise, dass Janosch in den 70er Jahren am Ammersee gelebt haben soll. Hier sei auch sein erster Roman "Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm"entstanden.
Ansonsten stieß ich bei Google nur auf ein Photo aus Greifenberg, das ein halb zugewachsenes Häuschens zeigt. Hier soll der Autor und Zeichner angeblich gewohnt haben. Sonst war nichts Genaueres zu finden, auch nicht auf der Website der Gemeinde Greifenberg.
Zum Glück sind die Menschen am Ammersee nicht kontaktscheu, und so kamen meine Nachforschungen kurz darauf ein ganzes Stück weiter. Bei einem abendlichen Bierchen im Steghaus Schondorf kam meine Frau mit unserem Tischnachbarn ins Gespräch. Der Herr kam aus Greifenberg und wir erzählten von unserer vergeblichen Janosch-Suche. "Ach der Janosch," meinte er, "klar kenne ich den, wir waren ja Nachbarn."

"Mangelnde Begabung" für die Kunstakademie

Ziemlich abgerissen sei der später berühmte Autor damals gewesen. Auch die Legende, dass Janosch seinen ersten Roman unter Zuhilfenahme von einundvierzig(!) Flaschen Gin geschrieben habe, scheint nicht völlig ohne Grundlage zu sein. Unter seinem bürgerlichen Namen Horst Eckert versuchte er als Stoffmusterzeichner seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Nebenher fing er an, unter dem Künstlernamen Janosch Kinderbücher zu zeichnen. Sein Kunststudium in München hatte er nach wenigen Semestern abbrechen müssen. Professor Geitlinger hatte ihm "mangelnde Begabung" attestiert. Traurig für Horst Eckert, aber im nachhinein betrachtet ein Glück für die Menschheit. Mit abgeschlossenemm Kunststudium hätte es den kleinen Bären und kleinen Tiger vielleicht nie gegeben.

Suche nach dem Haus von Janosch am Ammersee
Mit Spürhund und Tigerente auf der Suche

Ein Haus in Greifenberg

Jedenfalls verschlug es Janosch dann an den Ammersee, wo er sich in Greifenberg ein bescheidenes Häuschen baute. Wir hatten also eine heiße Spur. Im Internet fanden wir die Adresse unseres Gesprächspartners, und suchten mittels Google Earth die Nachbarschaft ab. Prompt ist da versteckt im Wald ein kleines, einsames Häuschen zu sehen. Mit diesem Wissen starteten wir unsere Suchexpedition und fühlten uns dabei wie Indiana Jones: Die Jäger der verlorenen Tigerente.

Die Forschungsexpedition

Begleitet wurden wir von unseren Freunden Christina und Jürgen Oliver Blank (5Blanks), unserem Spürhund Fräulein Rosa und (natürlich) einer Tigerente. Den Weg hatten wir uns gut eingeprägt. Hier dem Feld entlang, an der zweiten Abzweigung links, dann quer durch das Wäldchen und an der nächsten Biegung … die große Enttäuschung.
Was auf dem Satelitenbild wie ein Haus ausgesehen hatte, entpuppte sich als alter Stadel. Hier hatte mit Sicherheit niemand gewohnt, auch Janosch nicht. Also mussten wir uns nochmals an unseren Greifenberger Freund wenden. Der gab uns jetzt eine genauere Beschreibung der Lage, und uns wurde klar, dass wir am falschen Ende des Ortes gesucht hatten.

Wo kleiner Bär und kleiner Tiger gewohnt haben

Wohnhaus von Janosch am Ammersee
Das Haus sieht aus, wie aus einem Buch von Janosch
Eine Woche später traten wir erneut unsere Suche an, und dieses mal war sie von Erfolg gekrönt. Im Greifenberger Valloch stießen wir auf ein Haus, auf das die Beschreibung genau passte. Es ist inzwischen etwas baufällig, und wird den Spuren nach gelegentlich für Partys genutzt. Obwohl (oder weil?) es teilweise verwuchert ist, sieht es genauso aus, wie man sich ein Janosch-Haus vorstellt.
Laut seiner Biographie war der Autor in den 70er Jahren am Ammersee, bis er 1980 nach Teneriffa zog, wo er auch heute noch lebt.
Da "Oh wie schön ist Panama" 1979 erschienen ist, hat Janosch es höchstwahrscheinlich am Ammersee geschrieben.
Es war schon ein eigenes Gefühl, vor diesem Haus zu stehen. Hier hat die Tigerente zum ersten Mal mit den Holzrädern gequietscht. Hier ist der Geburtsort des kleinen Bären und kleinen Tigers, die mich und Millionen andere verzaubert haben. Hier ist Janosch auf der Terrasse gesessen, hat Abends in die Bäume geschaut und dabei von Panama geträumt.

Vom Ammersee bis Panama

Der Freund, der mit seinem Anruf unsere Suche ausgelöst hat, sammelt gerade noch mehr Material über Janosch. Das wird dann ab dem 8. Dezember in einer Ausstellung im Bauernhofmuseum Jexhof gezeigt. Ich freue mich jetzt schon darauf, mehr über Janosch und Tigerente, Panama und Ammersee zu erfahren.

Janosch: Vom Ammersee bis Panama

8. Dezember 2017 bis Mai 2018
Bauernhofmuseum Jexhof


7/19/2017

7/19/2017

Das Vermächtnis großer Namen

Im Rahmen der Kreiskulturtage fand am 7. Juli im Landheim Schondorf eine Podiumsdiskussion über den umstrittenen Komponisten Hans Pfitzner statt. Unter dem Titel "Ein Vermächtnis" ging es darum, ob und wie an Pfitzner's Zeit am Ammersee erinnert werden sollte.

Nino Gurevich vom Musikzentrum Schondorf
Nino Gurevich spielte Pfitzner's Klaviersonaten

Wer war Hans Pfitzner?

Ich habe Pfitzner schon einmal im Beitrag "Passt das hierher?" beschrieben (https://schondorf.blogspot.de/2016/04/passt-das-hierher.html). Hier deshalb nur eine kurze Einführung. Der Komponist Hans Pfitzner ist heute nur noch wenigen bekannt (sein Hauptwerk "Palestrina" findet sich in der Amazon Bestsellerliste auf Platz 44.393). Nichts desto trotz war er ein bedeutender Komponist der klassisch-romantischen Schule, und Anfangs des 20. Jahrhunderts hoch angesehen. Musiker wie Bruno Walter, Richard Strauss oder Otto Klemperer gehörten zu seinen Bewunderern. Von 1919 bis 1929 lebte Pfitzner in Schondorf am Ammersee. Daran erinnern heute die nach ihm benannte Straße und ein Denkmal in den Seeanlagen.
So weit, so gut. Allerdings komponierte Pfitzner nicht nur, sondern äußerte sich auch lautstark politisch. Er polemisierte regelmäßig gegen das Judentum und unterstützte in Aufrufen Adolf Hitler. Während der NS-Zeit kam er dann zu hohen Ehren, und relativierte noch nach dem Krieg die Greuel der Nazis.
Wie soll man mit diesem schwierigen Vermächtnis umgehen?

Musik und Diskussion

Der Schondorfer Gemeinderat Rainer Jünger moderierte dazu eine Diskussion, zu der er kompetente Gäste geladen hatte. Weil die Veranstaltung nicht nur eine Vorstellung der politischen Gesinnung, sondern auch der Musik Pfitzner's geben sollte, spielte die Pianistin Nino Gurevich Klavierstücke aus seinem Opus 47 von 1941.
Andreas Heusler, Alex Dorow, Rainer Jünger, Thomas Raff und Johann Peter Vogel
Von links: Andreas Heusler, Alex Dorow,
Rainer Jünger, Thomas Raff und Johann Peter Vogel
Auf dem Podium diskutierten dann Johann Peter Vogel von der Hans Pfitzner-Gesellschaft, der Historiker und Landtagsabgeordnete Alex Dorow, der Kunsthistoriker Thomas Raff, und Andreas Heusler vom Stadtarchiv München. Heusler ist in München für die Überprüfung historisch belasteter Straßennamen zuständig, kennt sich also mit schwierigen Fällen aus. Leider nicht mit auf der Bühne (aber immerhin im Publikum) saß Bürgermeister Alexander Herrmann.

Die höchste Ehre einer bürgerlichen Gesellschaft

Den Anfang machte Stadtarchivar Heusler. Er erinnerte daran, dass die Benennung einer Straße die höchste Ehre ist, die eine bürgerliche Gesellschaft vergibt. Die so Ausgezeichneten sollten deshalb einen Vorbildcharakter haben, der über fachliche Leistungen hinausgeht. Bei Pfitzner hatte er in dieser Beziehung Zweifel.
Dagegen verteidigte  Johann Peter Vogel, Autor von zwei Büchern über den Komponisten, "seinen" Pfitzner mit Hingabe und der Cleverness des erfahrenen Juristen. Sollte ich jemals vor einer Anklagebank stehen, dann möchte ich auch von Dr. Vogel verteidigt werden.

Gewagte Thesen

Dabei kam ihm zugute, dass er sich als einziger auf dem Podium mit Pfitzner wirklich auskannte. Alle anderen Teilnehmer mussten eingestehen, dass sie mit Leben und Werk nicht im Detail vertraut waren. So blieben auch manche Thesen Vogels unwidersprochen, die ich persönlich ziemlich gewagt fand. Beispielsweise, dass Pfitzner zwar immer gegen das "Weltjudentum" gewettert habe, damit aber eigentlich gar nicht die Juden, sondern den Bolschewismus gemeint habe. Da muss ich mal in den Büchern Vogel's nachlesen, wie er auf diese Theorie kommt.

Nicht unter den Teppich kehren

Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer, dass ein einfaches Entfernen von Straßenschild und Denkmal die schlechtest mögliche Lösung wäre. Pfitzner gehört zur Geschichte Schondorfs, damit muss man sich auseinandersetzen und kann es nicht einfach unter den Teppich kehren.
Wenig überraschend kamen in der Fragerunde des Publikums auch Stimmen auf, warum man denn jetzt über diese alten Geschichten reden müsse. Ob denn nicht einfach alles so bleiben könne, wie es ist?
Dagegen sprachen sich die Historiker auf dem Podium für einen offenen Umgang mit der Vergangenheit aus. Es sei normal, dass es einen gewissen Abstand braucht, bis man die unangenehmen Seiten der eigenen Historie aufarbeiten könne. Wichtig sei, dass nicht ein Mäntelchen des Schweigens darüber gebreitet werde, sondern man in einen kritischen Dialog trete.

Wird das Pfitzner-Denkmal erweitert?

Im Schondorfer Gemeinderat ist das Thema Pfitzner wohl schon hinter verschlossenen Türen diskutiert worden, und wird wahrscheinlich auch in Zukunft wieder auf die Tagesordnung kommen. Eine Idee ist anscheinend, das Denkmal in der Seeanlage so zu erweitern, dass beide Seiten dieser schwierigen Persönlichkeit dargestellt werden.

Aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen

Wenn ich mich richtig erinnere war es Alex Dorow, der den für mich entscheidenden Gedanken der Veranstaltung auf den Punkt brachte. Noch wichtiger als das Ergebnis, meinte er, sei der Weg dorthin. Es ginge darum, aus der Auseinandersetzung mit dem historischen Thema etwas für unsere Zeit und über uns selbst zu lernen. Oder wie es der Philosoph Karl Popper so schön formuliert hat: Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab.
In diesem Sinne werde ich mich jetzt etwas intensiver mit der schwierigen Persönlichkeit Pfitzners befassen, und mich in sein Leben und Werk einlesen, bzw. einhören. 

6/14/2017

6/14/2017

Mit Volldampf in die Vergangenheit

Auch heuer wieder verkehren im Juli und August nostalgische Dampfzüge zwischen Augsburg und Utting. Alle Termine gibt es auf der Website der Ammersee Dampfbahn. Ein besonderes Schmankerl ist dabei der Bert Brecht Badezug am 16., 23. und 30. Juli.

Historische Ansicht Schondorf am Ammersee
So sah es wohl zu Zeiten von Bert Brecht aus

Eine literarisch-musikalische Reise

Bertolt Brecht kam gerne an den Ammersee und hat in Schondorf und Utting mehrere Sommerurlaube verbracht. Die Ammersee Dampfbahn erinner mit Sonderfahrten an drei Freitagen im Juli an den Dichter. 
Der Bert Brecht Badezug fährt jeweils um 8:55 Uhr von Augsburg nach Schondorf. Hier beginnt dann eine geführte Wanderung auf den Spuren Brechts. Ich habe diese Führung schon einmal mitgemacht und kann sie nur empfehlen. Man lernt dabei wirklich viel über Brecht, seine Lebens- und Liebesfreude, und die damalige Zeit.
Die Wanderung geht entlang dem Ammersee nach Utting, wo Brecht kurze Zeit ein Haus besaß, bevor er ins Exil vertrieben wurde. Im Augsburger Segler Club ist dann der Abschluss mit Texten von Brecht und musikalischer Begleitung. Anschließend geht es mit der Dampfbahn zurück nach Augsburg.

Bert Brecht Badezug

Von Augsburg nach Schondorf
16., 23. und 30.Juli 2017
jeweils 8:55 Uhr ab Augsburg

Wer die Brecht-Orte in Schondorf ohne Bahnfahrt sehen möchte, hier ist eine Beschreibung der einzelnen Stationen: https://schondorf.blogspot.de/2015/08/der-verborgene-prominente.html

1/18/2017

1/18/2017

Neues Berufsbild

Unsere Gemeindezeitung Einhorn hat meine Aufstellung von denkmalgeschützten Gebäuden in Schondorf veröffentlicht (Teil 1 in der Ausgabe Herbst 2016, S. 8 und Teil zwei im Winter 2017, S. 7). Das hat mich sehr gefreut und natürlich auch stolz gemacht.
Fußspuren im Schnee
Den schönsten Kommentar dazu gab Heiner Otter, Wirt vom Steghaus. Als ich auf ein Bier bei ihm war, fragte er mich, ob dieser Artikel das Ergebnis meiner "spaziergängerischen Tätigkeit" sei.
Ich finde den Ausdruck "spaziergängerischen Tätigkeit" einfach wunderbar. Er gibt meinem beschaulichen Umherwandern fast schon den Anstrich einer ernsthaften Beschäftigung.
Ich muß mir das für den nächsten Party Smalltalk merken:
"Und was machen Sie so?"
"Och, ich bin spaziergängerisch tätig."

Wege am Ammersee

Die Route des historischen Spaziergangs durch Schondorf gibt es – samt Photos und interaktiver Karte – hier auch Online.
Allen anderen Schondorfer Spaziergängern möchte ich noch einen weiteren Beitrag aus dem Einhorn empfehlen. In der Sommerausgabe 2016 hat Susanne Sticker das Netzwerk der Fußwege in Schondorf beschrieben und auf einer Karte eingezeichnet. Sie ruft dazu auf, diese Wege öfters mal zu begehen, denn: "Erst das System der Wege bringt Leben in die Flur."
Vielleicht können wir hier ja noch mehr Vorschläge für schöne Spazierwege in Schondorf und am Ammersee sammeln. 

8/24/2016

8/24/2016

Leseliste zum Dorfspaziergang

Zu dem von mir beschriebenen historischen Spaziergang durch Schondorf am Ammersee möchte ich noch einige Bücher empfehlen.
Die Bücher sind üblicherweise bei der Buchhandlung Timbooktu (Schondorf, Bahnhofstrasse 24) vorrätig oder können kurzfristig besorgt werden.

Buchempfehlungen


Kirche St. Jakob in Schondorf am Ammersee Susanne Lücke-David: Schondorf am Ammersee 

Ein liebevolles Portrait des Ortes, mit Hintergrundinformationen zu Kirchen und Gaststätten, Geschichte und Natur.
Mehr zu diesem Buch...

Werner Weidacher: Das Dorf und seine Menschen in alten Aufnahmen

Eine Fundgrube mit Hunderten alter Photos aus Schondorf. Leider nur noch antiquarisch erhältlich.
Mehr bei Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher...

P. C. Mayer-Tasch: Unterschondorf in alten Ansichten

Eine Sammlung alter Ansichtskarten die zeigen, wie der Ammersee und Schondorf einmal ausgesehen haben (und wie es gesehen werden wollte). 

Alfons Kifmann: Schondorf oder wir Barackenkinder

Leben in Schondorf in den 50er Jahren, fern von ländlicher Idylle und Bäder-Nostalgie. 
Mehr zu diesem Buch... 

Klaus Schönmetzler: Wilhelm Leibl und seine Malerfreunde  

Über den Maler Wilhelm Leibl, der prägende Jahre seines Lebens am Ammersee verbrachte.
Mehr zu diesem Buch...

Sabine Busch-Frank: Hans Pfitzner und der Nationalsozialismus

Über den Komponisten Hans Pfitzner, dem in Schondorf eine Straße und ein Denkmal gewidmet sind.
Mehr zu diesem Buch... 

Walter Töpner: Wanderparadies Ammersee-Lechrain

Schöne Wanderungen rund um Schondorf und den Ammersee, mit vielen Einzelheiten zu Natur und Geschichte.
Mehr zu diesem Buch...

Wenn Du noch andere lesenswerte Bücher über Schondorf und den Ammersee kennst, freue ich mich auf einen Hinweis in den Kommentaren. 

8/14/2016

8/14/2016

Noch einmal Pfitzner

Denkmal für Hans Pfitzner in Schondorf am Ammersee
Am 9. April hatte ich über die Hans-Pfitzner-Strasse und das Denkmal des Komponisten in der Schondorfer Seeanlage geschrieben. Pfitzner ist wegen seiner Rolle im Dritten Reich eine umstrittene Persönlichkeit, und ich hatte damals gefragt: "Passt das hierher?"
Zu diesem Beitrag hat Blog-Leser Rainer Jünger einen sehr ausführlichen Kommentar verfasst, den ich hier ungekürzt wiedergebe und mit ein paar Gedanken kommentiere.

4/09/2016

4/09/2016

Passt das hierher?

Denkmal für den Komponisten Hans Pfitzner in Schondorf am Ammersee.
Bevor ich nach Schondorf gezogen bin, hatte ich noch nie von dem Komponisten Hans Pfitzner gehört. Nicht verwunderlich, denn die spätromantische Musik interessiert mich nicht besonders.
Pfitzner lebte von 1919 bis 1929 in Schondorf, woran heute eine Straße und ein Denkmal in der Seeanlage erinnern.
Ein Leser hat mich dazu angeregt, mich einmal näher mit dieser zwiespältigen Person zu beschäftigen.

3/06/2016

10/31/2015

10/31/2015

Tag des Einhorns

Das Einhorn ist das Wappentier von Schondorf am Ammersee
Der 1. November ist Allerheiligen, das ist klar. Aber wusstest Du, dass das auch der Internationale Tag des Einhorns ist? Das ist für Schondorf schon etwas Besonderes, schließlich haben wir das Einhorn in unserem Gemeindewappen.
Warum das Einhorn unser Wappentier wurde, wird in der Sommerausgabe der Gemeindezeitung Einhorn sehr phantasievoll erklärt (Link zur Pdf Datei).

10/25/2015

10/25/2015

Historischer Spaziergang durch Schondorf

Historische Villa in Schondorf am Ammersee
Obwohl Schondorf die kleinste Gemeinde des Landkreises Landsberg ist, besitzt es eine erstaunliche Fülle historisch wertvoller Gebäude. Auf nur 6,6 km2 finden sich hier 25 denkmalgeschützte Bauten, das ist rekordverdächtig.
Auf der unten eingebetteten, bzw. hier verlinkten Karte sind die vom Landesamt für Denkmalpflege aufgeführten Gebäude und ein Rundweg durch Schondorfs Geschichte eingezeichnet. Der Weg führt an insgesamt zwölf Restaurants und Cafes vorbei, vor Hunger und Durst ist man auf dem Spaziergang also sicher.

8/02/2015

8/02/2015

Der verborgene Prominente

Bert-Brecht-Weg, Utting am Ammersee
Bert-Brecht Weg in Utting
Städte sind ja normalerweise mächtig stolz, wenn sie einen Bezug zu historischen Persönlichkeiten haben.
Der Dichter Bert Brecht verbrachte mehrere Sommer in Schondorf am Ammersee, aber Spuren davon finden sich praktisch keine. Keine Hinweistafel, kein Straßenname, und auch auf der Website der Gemeinde wird der Dichter nicht erwähnt. Es wirkt fast, als wollte man mit dem Namen Brecht lieber nicht in Verbindung gebracht werden.

Empfohlener Beitrag

Bild und Ton

Das Studio Rose in Schondorf eröffnet die Ausstellungssaison 2018 mit Ingeborg Kienzl, die Bild und Ton kombiniert. Bild und Ton gab es ...