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10/18/2017

Die Bewegung der Farbe der Töne

Tanz, Musik und Malerei sind ja eigentlich grundverschiedene Kunstformen. Die ersteren leben ganz im Moment der Wahrnehmung, die Malerei dagegen gibt (und fordert) lange Zeit der Betrachtung. Eine Ausstellung im Schondorfer Studio Rose bringt nun alle drei zusammen.

Klang, Rythmus, Stille

Lea Jade im Studio Rose am Ammersee
Photo © Lea Jade
Bei Lea Jade gehen Malerei und Musik immer schon Hand in Hand. Sie hat die natürliche Begabung, Klänge und Rythmen als Farben zu sehen. Sie ist, wie der entsprechende Fachausdruck heißt, Synästhetikerin. Von daher ist es nur folgerichtig, dass sie sich beiden Kunstformen gleichermaßen widmet.
Die studierte Musikwissenschaftlerin veröffentlicht seit 2003 regelmäßig eigene Kompositionen und hat auch schon eine CD herausgebracht. Heuer hat sie ihre kompositorischen Fähigkeiten in einer Masterclass beim Oscar- und Grammy-Gewinner Hans Zimmer weiter verfeinert.
Als Malerin lässt sie aus den Klangfarben der Musik Farbklänge auf Leinwand entstehen. Im Studio Rose zeigt sie nun ihre großformatigen Bilder, die Jazz, elektronische und klassische Musik in visuelle Eindrücke übersetzen.

Bilder in Bewegung

Performance mit Ugur Uzaroglu und Lea Jade
Photo © Ugur Uzaroglu
Zur Vernissage am 20. Oktober bringt sie einen Künstler mit an den Ammersee, der Musik auf andere Art umsetzt, nämlich durch Bewegung. Ugur Uzaroglu hat seine Wurzeln im Streetstyle, war aber auch schon im Fernsehen bei "Got to dance" zu bewundern.
Sein Herz gehört, wenn ich mir seinen YouTube Kanal anschaue, eindeutig dem Hip Hop. Damit bringt er sicher frischen Wind ins Studio Rose.
Da bin ich schon gespannt darauf, wie er die auf Jazz und klassischer Musik basierenden Arbeiten von Lea Jade im Tanz interpretieren wird.

Klang – Rythmus – Stille

Bilder von Lea Jade
Vernissage; 20. 10. 2017, 19:00 Uhr
Ausstellung: 21./22. und 28./29. 10. 2017, jeweils 12:00 bis 18:00 Uhr
Studio Rose
Bahnhofstraße 35
Schondorf am Ammersee

5/21/2017

Stelen im Studio

Das Studio Rose in Schondorf ist zur Zeit ausgesprochen aktiv. Eine Ausstellung folgt auf die nächste. Das ist eine prima Sache, denn damit bleibt dieser Ort das, was er schon zu Lebzeiten von Heinz Rose war: einer der Leuchttürme der Kunst am Ammersee.

Baumgedichte von Karl Witti

Der einzige Haken dabei ist, dass ich mit den Ausstellungsbesuchen kaum nachkomme, geschweige denn mit dem Schreiben darüber. Darum stand an dieser Stelle leider nichts über die sehr beeindruckenden Skizzen und Baumgedichte von Karl Witti. Wer die Ausstellung Anfang Mai nicht gesehen hat, hat wirklich etwas verpasst. Einen kleinen Eindruck bekommt man aber auf der Website des Künstlers: http://karl-witti.de/werkreihen/blattgedichte/
Mein Lieblingsmotiv war ein Bild zu dem Gedicht "Bäume" von Sarah Kirsch:
Früher sollen sie
Wälder gebildet haben und Vögel
Auch Libellen genannt kleine
Huhnähnliche Wesen die zu

Maike Orlob-Rothweiler
Stele vonMaike Orlob-Rothweiler
Photo © Studio Rose

Form & Farbe von Maike Orlob-Rothweiler

Die Ausstellung ist wie gesagt leider schon vorbei. Auch bei der Nächsten muß man sich schon wieder beeilen. Letzten Freitag war die Vernissage zu "Form & Farbe".
Maike Orlob-Rothweiler aus Türkenfeld zeigt zwei Facetten ihrer Arbeit. Zum Einen sind das mannshohe Keramikstelen, die mit Rebenasche glasiert sind. Übrigens hat Hildegard von Bingen Rebenasche als Mittel gegen Zahnfleischschwund empfohlen.
Der zweite Aspekt ihres Schaffens sind gestickte Bilder auf bedruckter Seide. Maike Orlob-Rothweiler ist ausgebildete Cellistin. Da überrascht es nicht, dass die Bilder alle etwas mit Musik, Rythmus und Harmonie zu tun haben.

Pause im Studio Rose

Danach gönnt sich das Studio Rose dann eine kleine Verschnaufpause. Eigentlich hätte es im Juli eine große Heinz-Rose-Ausstellung geben sollen. Die musste aber auf nächstes Jahr verschoben werden. Nächster Termin im Studio Rose ist deshalb erst am 18. August die Ausstellung mit Werken von Barbara und Martin Burger. 

Form & Farbe

Keramikstelen und Textilbilder von Maike Orlob-Rothweiler
20. - 28. Mai 2017, 
jeweils Samstags und Sonntags von 14:00 - 17:00 Uhr
Studio Rose
Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee

5/04/2017

Abschied von Hajo Düchting

Gestern noch hatte ich mich auf die Ausstellung von, und ein Wiedersehen mit Hajo Düchting in Dießen gefreut. Ich hatte gerade eine etwas launige Ankündigung für die Ausstellung "Farbe und Abstraktion" geschrieben, als mich die traurige Nachricht erreichte, dass der Künstler überraschend verstorben ist. 

"Spaced" © Hajo Düchting

Farbe und Abstraktion

Statt der erhofften Wiederbegegnung wird die Ausstellung "Farbe und Abstraktion" nun leider ein Abschied von dem Dießener Maler.
Als ich seine Bilder zum ersten Mal gesehen habe, war ich verblüfft, was er sich mit Farbe zu machen traut. Schwarz oder Weiß kommen da nicht vor. Die Bilder sind unglaublich bunt, mit mutigen, harten Kontrasten, aber auch mit weichen Übergänge und verblüffenden Harmonien.

Ohne Weiß und Schwarz

Dass das alles nicht zufällig, sondern sorgfältig durchkomponiert war habe ich verstanden, als ich seine Malbücher gesehen habe. In dicken Bänden hat er Seite für Seite bemalt, um alle Variationen eines bestimmten Farbthemas oder einer Maltechnik auszuprobieren.
Lisa Rodrian, Photo: Galerie auf Zeit
Farbklänge wollte er erzeugen, und genau das ist ihm auch gelungen. Über das Thema Klänge fanden wir schnell eine weitere gemeinsame Vorliebe, den Progressive Rock der 70er-Jahre.
Über Soft Machine, Gong oder Allan Holdsworth konnte Hajo Düchting genauso kenntnisreich und witzig sprechen, wie über Cézanne, Macke oder Kandinsky.

Ein bunter Vogel

Sein Freund, der Journalist Michael Fuchs-Gamböck, hat ihn wunderbar beschrieben:
Dr. Hajo Düchting war - im wahrsten Sinne des Wortes - ein „bunter Vogel”. Zumindest was seine Kunst betraf, denn er fühlte sich bei der Arbeit nach eigener Aussage „komplett im Bann und Rausch der Farben.”
Im Dießener Blauen Haus kann man sich ab diesem Wochenende noch einmal in diesen Rausch der Farben hineinziehen lassen. In der Ausstellung hängen Hajo Düchting's Arbeiten neben den Bildern von Lisa Rodrian. Auch für sie ist die Farbe kein Mittel der Darstellung, sondern eine eigenständige Kunst. 

Farbe und Abstraktion

Vernissage: 5. Mai 2017, 19:00
Ausstellung: 6. - 15. Mai,
jeweils Mittwoch bis Sonntag, 10:00 - 18:00 Uhr
Blaues Haus, Prinz-Ludwig-Strasse 23
Dießen am Ammersee

11/23/2016

Skulpturale Architektur

Ab 25. November zeigt das Studio Rose in Schondorf am Ammersee Artchitekturen von Otto Scherer. Nein, ich habe mich nicht vertippt, es sind tatsächlich keine Architekturen, sondern Artchitekturen. Um das zu erklären, schlage ich jetzt mal einen Bogen von Pürgen über Kronstadt nach Paris und zurück zum Ammersee.

Metallskulptur von Otto Scherer
© Studio Rose

Der Einfluss von Constantin Brâncuși

Otto Scherer lebt und arbeitet seit 1991 in Pürgen. Aufgewachsen ist er aber im rumänischen Siebenbürgen, und ist damit ein Landsmann des 1876 geborenen Constantin Brâncuși. Dieser ging 1904 nach Paris und entwickelte sich zu einem der prägenden Bildhauer der frühen Moderne. Heute erzielen seine Werke auf Auktionen achtstellige Beträge.
Anlässlich einer Ausstellung von Otto Scherer in den USA schrieb der Kunstkritiker Mark Jenkins in der Washington Post: "Mit ihren glatten und glänzenden Formen beschwören Otto Scherer's Arbeiten die stromlinienförmigen Metallskulpturen seines Vorbilds Constantin Brâncuși."

Ideengeber für Modigliani und Foster

Brâncuși's  strenge, reduzierte Skulpturen inspirierten viele Künstler, unter anderem auch Claes Oldenburg, Donald Judd oder Amedeo Modigliani. Scherer ist also in bester Gesellschaft.
Der Einfluss von Constantin Brâncuși beschränkte sich aber nicht auf die Kunst, sondern reichte auch in die Architektur. Einerseits dehnte er seine eigenen Arbeiten ins architektonische aus (z.B. die 30 m hohe "Endlose Säule"), andererseits inspirierten seine Formen Gebäude von Norman Foster oder Jean Nouvel. Kunst und Architektur trifft sich zur Artchitektur, womit wir wieder bei der Ausstellung in Schondorf wären. Es wird interessant werden zu sehen, wie Scherer die Ideen seines Landsmannes umsetzt und weiterentwickelt.
Passenderweise wird kein Kunsthistoriker die Einführung sprrechen, sondern der bekannte Architekt Wolf-Eckart Lüps.

Artchitekturen

Skulpturen von Otto Scherer
Vernissage:  Freitag, 25. November 2016, 19:30 Uhr
Ausstellung: 26./27. November und 3./4. Dezember 2016
jeweils 11:00 - 18:00 Uhr
Studio Rose
Bahnhofstrasse 35
Schondorf am Ammersee
www.studio-rose-schondorf.de

Eindrücke von der Vernissage

(Aktualisiert am 27. 11.)
Hier ein paar Photos aus der Ausstellung vom Eröffnungsabend.

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Wolf-Eckart Lüps (links) kommentierte die poetisch-
spöttischen Architekturphantasien von Otto Scherer (rechts)

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Laut Architekt Lüps könnte dieser Wolkenkratzer
tatsächlich realisiert werden

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Otto Scherer variiert das Thema Einfamilienhaus bis hin
zu einer Donald-Trump-artigen Version (im Hintergrund)

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Die Doppelhaushälfte konsequent weitergedacht zum
Achtelhaus-Achtel

Otto Scherer im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Selbstportrait mit der Skulptur "New York"

11/09/2016

Sand, Asche aus Meerespflanzen und Kreide

"Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen und 5 Teile Kreide und du erhältst Glas." Diese Gebrauchsanleitung stammt aus der Bibliothek des assyrischen Königs Assurbanipal und wurde etwa 650 v. Chr. geschrieben.
Glasatelier Westphal, Schondorf am Ammersee
LANDGANG . Bootsgefährten von Hans-Jürgen Westphal

Der Kelch von Thutmosis

Ich war überrascht, dass Glas schon vor so langer Zeit hergestellt wurde. Immerhin braucht man zum Schmelzen recht hohe Temperaturen, die in einem normalen Holzofen kaum zu erzeugen sind. Trotzdem ist das älteste erhaltene Glasgefäß ein ägyptischer Kelch aus 1.450 v. Chr.
Heute befindet sich dieser übrigens ganz in unserer Nähe, nämlich im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst (Gabelsbergerstr. 35, München).

Glaskunst vom Ammersee

Glas ist für mich ein faszinierendes Material. Ich finde es schade, dass es seit der letzten Blütezeit im Jugendstil ein bißchen aus der Kunstwelt verschwunden ist. Es gibt aber durchaus noch Künstler, die mit Glas gestalten, z. B. den in Schondorf lebenden Hans-Jürgen Westphal.
Der in Schleswig-Holstein geborene Westphal wohnte lange auf Sylt, bevor er vor drei Jahren mit seiner Frau Gudrun an den Ammersee zog. Hier gestalten die beiden aus geschmolzenem, geblasenem, geschnittenem, gewickeltem Glas Gefäße, Schmuck, Bilder, Stelen, Masken und mehr. Oder wie sie es selbst ausdrücken: "Brauchbar, Unbrauchbar, Kunst."

Brauchbar, Unbrauchbar, Kunst.

Ich habe Hans-Jürgen Westphal zum ersten Mal heuer auf der Kunstmesse ARTMUC entdeckt (das Photo oben). Seitdem hatte ich mir vorgenommen, ihn einmal in seiner Werkstätte zu besuchen, was leider nie geklappt hat.
Eine Gelegenheit dazu ergibt sich an diesem Wochenende, wenn die Westphals unter dem Motto "Novemberfreuden" zum offenen Glasatelier einladen. Novemberfreuden finde ich einen sehr passenden Titel. Das graue Novemberwetter bringt die Farben der Glasobjekte wahrscheinlich noch intensiver zum Leuchten.

Offenes Glasatelier

12. und 13. November 2016
jeweils 14:00 - 18:00 Uhr
Glasatelier Westphal
Brunnenstraße 38
Schondorf am Ammersee
www.glasatelier-westphal.de

Porzellan mit Seladonglasur

Eng mit der Glasherstellung verwandt ist das Porzellan. Hier haben wir am Ammersee dank des Dießener Töpfermarktes eine sehr lebendige Szene. Wer manchmal die Schondorfer Bahnhofstraße entlangspaziert, kennt sicher den Schaukasten neben der Buchhandlung Timbooktu. Hier stellt Regine Hohmann ihre hauchzarten Porzellantassen und -lampenschirmchen aus.
Sie öffnet dieses Wochenende ebenfalls ihre Werkstatt und zeigt Gebrauchsgeschirr und schöne Einzelstücke. Eine Spezialität von ihr ist Porzellan mit jadegrüner Seladonglasur, wie es in der chinesischen Ming-Dynastie beliebt war. Als Gast der Ausstellung zeigt die Passauer Keramikern Maria Fischer ihre Werke. Sie erhielt 2012 auf dem Töpfermarkt den begehrten Dießener Keramikpreis.

Werkstattausstellung Regine Hohmann

12. und 13. November 2016
jeweils 11:00 - 20:00 Uhr
Kalkbrünnerlweg 1
Schondorf am Ammersee


9/18/2016

Schnittstelle Heimat

Die Kreiskulturtage des Landkreises Landsberg stehen 2017 unter dem Motto "Schnittstelle Heimat". Ich habe beruflich mit industriellen Computernetzen zu tun, deshalb klingt "Schnittstelle" für mich erst einmal nicht so positiv. Schnittstellen sind üblicherweise genau die Punkte, an denen es Probleme gibt. Die Heimat als Problemfall?

USB Stecker vor DorflandschaftSchnittpunkt zwischen Individuum und Gesellschaft

Bei näherem Nachdenken kann ich dem Begriff dann doch etwas abgewinnen. Heimat ist in gewissem Sinn tasächlich die Schnittstelle zwischen der eigenen Person und unserer Umgebung. Hier trifft unsere Persönlichkeit auf Menschen, Landschaften, Orte, Bräuche, Traditionen - auf eben alles das, was Heimat ausmacht.
Diesen Schnittpunkt definiert jeder für sich anders. Laptop oder Lederhose, Zum Wastl oder ins KuBa, Fußballverein oder YachtclubSammersee oder Ammerseerenade, Blog oder Lokalzeitung? Oder eine bunte Mischung aus alledem?

Projekte unterschiedlicher kultureller Gruppen

Mit "Schnittstelle" wird dem Begriff Heimat auch jeder Anflug ins Kitschige ausgetrieben. Der Ausdruck verrät schon, dass bei diesen Kulturtagen das Aufeinandertreffen von verschiedenen Richtungen erwünscht ist.
In der Ausschreibung weist der Landkreis ausdrücklich darauf hin, dass sich möglichst mehrere kulturelle Gruppen zu gemeinsamen Projekten zusammenschließen sollen, damit es zu künstlerischen Begegnungen auf verschiedenen Ebenen kommt.
Da könnten spannende Sachen entstehen: Brauchtum trifft Poetry Slam, Musik tanzt mit Video, und Performance und Malerei machen Kasperltheater.

Aufruf an künstlerische Grenzgänger

Die Kreiskulturtage sind also ein Aufruf an alle Grenzgänger und Querdenker, um einmal in ungewohnten Kombinationen etwas Neues zu probieren. Anmelden kann man seine Projekte für die Kreiskulturtage bis zum 30. Oktober.

Auftakt im Stadttheater Landsberg

Bis jetzt stehen für die Kreiskulturtage erst die Rahmendaten fest. Auftakt ist mit der Verleihung des Kunstpreises des Landkreises am 24. Juni 2017 im Stadttheater Landsberg. Ein weiterer Programmpunkt wird ein Vortrag oder eine Podiumsdiskussion am 1. Juli am Ammersee sein.

Workshop mit Micha Acher

Am 1. Juli wird das Weltmusik-Quartett Quadro Nuevo in Hurlach spielen (ich musste auf der Karte nachschauen, wo das liegt). In Dießen soll ein Musik-Workshop stattfinden. Die Namen der Dozenten lassen bei Musikinteressierten vermutlich die Augen leuchten: Micha Acher und Michael Lutzeier.

Kreiskulturtage 2017

Sommer 2017
Landkreis Landsberg am Lech
Bewerbungen bis 30. Oktober 2016
Anmeldeunterlagen als Pdf


9/15/2016

Dann magst du mich in Fesseln schlagen...

Werd' ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!
Photo: Leopold Ploner
Schön hat Herr Goethe das gesagt, oder?  Ein Augenblick, der so schön ist, dass man dafür zugrunde gehen will. Das legt die Latte ganz schön hoch für die nächste Ausstellung im Studio Rose, für die das Motto "verweile doch" gewählt wurde.

Malerei, Photographie und Installation

In der Ausstellung sind neue Arbeiten von Hilde Seyboth und Johannes Simon zu sehen.
Hilde Seyboth – bekannt durch ihr "Luftboot" am Ammersee-Skulpturenweg – zeigt nicht nur Wolkenbilder, sondern installiert tatsächlich Wolken im Studio Rose (lasst euch überraschen).
Der bekannte Pressephotograph Jo Simon weiß, wie man magische Augenblicke mit der Kamera einfängt. Im Studio Rose zeigt er, dass er diese Momente auch mit dem Pinsel bannen kann, obwohl in seiner Arbeit laut eigener Aussage ein "Trotz gegen das Saubere" steckt.
Ausstellung im Studio Rose, Schondorf am Ammersee
Aussichten im Studio Rose:
Bewölkt, aber heiter.


"verweile doch"

Studio Rose
Bahnhofstraße 35
Schondorf am Ammersee
Vernissage: 16. September, 19 Uhr
Öffnungszeiten:
17. und 18. September 2016
24. und 25. September 2016
jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr

7/31/2016

Inspiriert von David Bowie, Albert Einstein und Maximilian Schell

Negativbild der Sonne über dem Ammersee
Bei Kunstausstellungen weiß man meistens ziemlich genau was einen erwartet: gemalte oder photographierte Bilder, gemeißelte oder gegossene Skulpturen.
Bei "Das Schwarze Loch" ist das anders. Hier weiß ich noch nicht, was ich dort sehen werde. Der Initiator, der Dießener Photokünstler Jörg Kranzfelder, schöpfte seine Inspiration für dieses Projekt aus recht untypischen Quellen.

7/20/2016

Wutbürger einmal anders

Bademode aus den 1930er Jahren
Am Anfang waren Verärgerung und Wut. Im Uttinger Strandbad wurde letztes Jahr eine Sonnenschutzmarkise installiert, die sich – milde ausgedrückt – nicht gerade harmonisch in das historische Ensemble einfügt. Der Verein der Strandbadfreunde Utting protestierte heftig aber letztlich erfolglos gegen diese Baumaßnahme. Anstatt aber in Verbitterung zu verharren, wurde die Empörung positiv genutzt.

6/15/2016

Das menschliche Maß

Bilder zum Thema Tanz und Musik
Kanon, das wissen wir noch aus den Schulstunden in Altgriechisch, bedeutet soviel wie Messstab oder Richtschnur. In der bildenden Kunst ist es die von Polyklet entwickelte Maßeinheit, die auf den Proportionen des menschlichen Körpers beruht. Wenn sich eine Ausstellung also "Kanon" betitelt, dann spielt der menschliche Körper dabei sicher eine wichtige Rolle.

5/01/2016

In eigener Sache (teilweise)

www.5blanks.com
Am 6. Mai eröffnet im Stellwerk Dießen die Ausstellung "Zwischenwelten". Der Photokünstler Jürgen Oliver Blank zeigt neuesten Arbeiten aus seinem Zyklus „between worlds“.
Ich werde auf jeden Fall zur Vernissage kommen. Erstens, weil mir die Bilder von Jürgen Oliver Blank in ihrer Rätselhaftigkeit ausgesprochen gut gefallen.

12/09/2015

Poesie in der Bahnhofstrasse

Lyrik von Wolfgang Berends
In der Adventszeit wird das Schaufenster im kleinen Atelier in der Bahnhofstrasse 38 traditionell einem Schriftsteller zur Verfügung gestellt.
Wo mich das Jahr über die Montagsfiguren von Katharina Ranftl erfreut haben (siehe 196, 197, 198, 199 ...200!), sind es jetzt wechselnde Gedichte, die mich durch die Wochen begleiten.

10/28/2015

Meine drei Entdeckungen

Annunciata Foresti, Organisatorin des "kleinen format"
Annunciata Foresti, Organisatorin des "kleinen format"
Ich hatte ja über "das kleine format" geschrieben, dass ich mich sehr auf die Ausstellung freue. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Stilvielfalt und Bandbreite der gezeigten Kunstwerke ist erstaunlich, und mir hat der überwiegende Teil ausgesprochen gut gefallen.
Und meine persönlichen Highlights?
Völlig subjektiv und von keinerlei Fachverstand beeinflusst, hier sind meine drei persönlichen Entdeckungen auf der Ausstellung.

10/11/2015

Kleines Format – Große Vorfreude

Nico Kiese, hello again
Nico Kiese: "hello again"
http://www.nicokiese.de
Es ist schon ganz erstaunlich, was Annunciata Foresti mit dem "kleinen format" in Dießen (16. 10. - 1. 11. 2015) auf die Beine stellt.
Das ist ja nicht einfach nur eine Kunstausstellung, sondern ein Projekt der Kunstvernetzung nach innen und außen.

10/04/2015

Dies zweite Eden, halbe Paradies ...

Pavillon in Marienbad
Am 8. Oktober ist das Multitalent Kevin A. Perryman im Studio Rose zu erleben.
Motto der Ausstellung und Lesung ist ein Zitat aus Richard II: "This other Eden".
Es dürfte also recht anglophil werden, denn das zweite Eden ist bei Shakespeare "This blessed plot, this earth, this realm, this England".

8/19/2015

Photographie, Wachs und Nescafe

Katrin Weinrich, aus der Serie "Alltag"
Katrin Weinrich: o.T. I aus der Serie "Alltag"
Ab 4. September zeigt die Photographin Katrin Weinrich aktuelle Arbeiten im Schondorfer Studio Rose.
Wobei Photographin nicht ganz stimmt: Katrin Weinrich nutzt verschiedene Techniken, um die Bilder nachträglich zu bearbeiten. Die Photos werden auf Holz oder Leinwand gedruckt, übermalt, und mit Wachs oder löslichem Kaffee(!) überzogen.

7/19/2015

Kunst der Gegenwart (sic!)

Galerie Art-Gegenwart in Schondorf am Ammersee
In Schondorf gibt es eine neue Galerie, nämlich Art-Gegenwart in der Bahnhofstrasse 1a (also gegenüber der Seepost).
Die Galerie zeigt buchstäblich Kunst der Gegenwart, sie ist nämlich Atelier und Ausstellungsraum der Malerin Katharina Gegenwart-Mehring. Ich bin in den letzten Monaten oft an dem Haus vorbeigekommen, und habe durch die Fenster neugierig auf die Bilder im Souterrain geschaut.

5/06/2015

Kunstkabinett im Stellwerk

Mit der Kristallkugel in die Zukunft blicken
Ich wage heute mal mit meiner Kristallkugel einen Blick in die Zukunft: Während der Ausstellung Blank-Foresti-Blank im Stellwerk Dießen wird der Luftkurort einen unglaublichen Besucheransturm erleben.
Die Regionalbahn überfüllt, Stau auf den Straßen, und auf den Parkplätzen Reisebusse aus ganz Süddeutschland.

3/18/2015

Contain Art


Contain Art
This product may contain eggs, contain glucose syrups, contain dextrose, contain GMO, contain crustaceans, contain ethyl alcohol, Contain Art, contain peanuts, contain soybeans, contain lactose, contain milk, contain nuts, contain celery, contain gluten, contain mustard, contain sulphur dioxide, contain sulphites, contain lupin, contain molluscs.

Verwirrt?

2/22/2015

Die Welt anders sehen


Annunciata Foresti Malerei
(Bild © Annunciata Foresti)
Ab 27. Februar gibt es im Studio Rose Schondorf ein interessantes Zusammentreffen: Die Malerin Annunciata Foresti und die Photographen Jürgen Oliver Blank und Harry Sternberg zeigen gemeinsam Arbeiten zum Thema "Strukturen und Texturen".

Strukturen und Texturen

Die drei sind für mich – und ich hoffe, sie sind mir deswegen nicht böse – nicht so sehr Erschaffende, sondern eher Entdeckende.